Akustikusneurinom, Neurinom: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Ein Neurinom (Neuron = Nervenzelle) ist ein gutartiger, langsam wachsender Tumor, der meist in der hinteren Schädelgrube vorkommt. Am häufigsten ist der achte Hirnnerv – der Gleichgewichts- und Gehörnerv – betroffen (Nervus vestibulocochlearis, früher: N. statoacusticus), davon vorrangig der Gleichgewichtsnerv (N. vestibularis). In diesem Fall sprechen Ärzte von einem Akustikusneurinom.

Im Gegensatz zu bösartigen Tumoren dringt das Akustikusneurinom weder in das umliegende Gewebe ein, noch bildet es Tochtergeschwulste (Metastasen).

Häufigkeit

Das Akustikusneurinom ist der häufigste Tumor der hinteren Schädelgrube. Insgesamt kommt es aber nur selten vor. Besonders häufig sind Menschen im mittleren Lebensalter betroffen, vor allem um das 50. Lebensjahr. Bei Frauen tritt das Akustikusneurinom etwa doppelt so häufig auf wie bei Männern. Insbesondere wenn das Akustikusneurinom beidseitig auftritt, kann eine Erbkrankheit (Neurofibromatose Typ 2) dahinterstecken.


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