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Aktinische Keratose: Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (04. Juni 2014)

Gegen eine aktinische Keratose ist eine Therapie grundsätzlich ratsam, um zu verhindern, dass die Hautveränderung in Hautkrebs übergeht. Zur Behandlung stehen die verschiedensten Methoden zur Verfügung.

Eine Behandlungsmethode besteht darin, die aktinische Keratose chirurgisch zu entfernen – das heißt, der Arzt kann die Hautveränderungen aus der Haut:

  • herausschneiden (sog. Exzision) oder
  • mit einem scharfen Löffel herausschaben (sog. Kürettage).

Die Exzision bietet sich vor allem dann an, wenn der Arzt das Gewebe untersuchen möchte, um auszuschließen, dass sich die aktinische Keratose bereits auf tiefer liegendes Gewebe ausgebreitet hat und so in einen eindringenden (invasiven) Tumor (sog. Spinaliom bzw. Plattenepithelkarzinom) übergegangen ist.

Daneben ist es unter Umständen (z.B. je nachdem, wo die Hautveränderungen liegen und wie ausgedehnt sie sind) auch möglich, die aktinische Keratose zu zerstören oder örtlich mit bestimmten Medikamenten (sog. Chemotherapeutika) zu behandeln, wobei die einzelnen Verfahren unterschiedliche Nebenwirkungen haben können. So kann der Arzt die Hautveränderung zum Beispiel:

  • vereisen (sog. Kryotherapie),
  • mit einem Laser verdampfen,
  • durch chemisches Peeling mit ätzenden Substanzen (wie Trichloressigsäure) entfernen oder
  • durch eine örtliche Chemotherapie behandeln, z.B. mit:

Die häufig zur Behandlung eingesetzte Vereisung zerstört ungezielt nicht nur die für aktinische Keratose typischen krankhaften Zellen, sondern auch gesunde Zellen. Daher treten nach dieser Therapie manchmal als Nebenwirkungen Blasen, Schmerzen, möglicherweise auch Narben oder eine örtliche Veränderung der Hautfarbe auf.

Die Lasertherapie mit Kohlendioxid oder Erbium-YAG ist vor allem bei einzelnen Hautveränderungen angebracht. Die möglichen Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei der Vereisung, außerdem können sich die behandelten Stellen örtlich entzünden. In nahezu 100 Prozent der Fälle lässt sich eine aktinische Keratose mit dem Laser vollständig entfernen.

Ein chemisches Peeling ist in der Regel nicht ganz so wirksam: Die aktinische Keratose verringert sich durch diese Behandlung nur größtenteils. Die Nebenwirkungen des chemischen Peelings entsprechen denen der Laserbehandlung; zusätzlich kann sich die Haut schuppen. Nach dem Peeling ist ein sorgfältiger Sonnenschutz empfehlenswert.

Bevor die örtliche Chemotherapie gegen eine aktinische Keratose zum Einsatz kommt, sind die Risiken und Nebenwirkungen dieser Therapie individuell abzuwägen. So kann eine großflächige Anwendung von 5-FU bei Menschen mit bestimmten Enzymdefekten zu einer lebensgefährlichen Agranulozytose (d.h. einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) führen.

Aktinische Keratosen zu bestrahlen ist heutzutage nicht mehr üblich, da die Strahlentherapie für die bereits geschädigte Haut ein zusätzliches Krebsrisiko darstellt. Alternativ zu den herkömmlichen Behandlungsverfahren können Sie eine aktinische Keratose jedoch durch die sogenannte photodynamische Therapie (PDT) behandeln lassen.






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