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Aktinische Keratose: Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (16. April 2012)

Gegen eine aktinische Keratose ist grundsätzlich eine Therapie ratsam. Zur Behandlung stehen die verschiedensten Methoden zur Verfügung. Eine besteht darin, die aktinische Keratose chirurgisch zu entfernen: Dabei kann der Arzt die Hautveränderungen zum einen aus der Haut herausschneiden (sog. Exzision). Dies bietet sich vor allem dann an, wenn der Arzt das Gewebe untersuchen möchte, um auszuschließen, dass sich die aktinische Keratose bereits auf tiefer liegendes Gewebe ausgebreitet hat und so in einen eindringenden (invasiven) Tumor (sog. Spinaliom bzw. Plattenepithelkarzinom) übergegangen ist. Zum anderen kann der Arzt die aktinische Keratose mit einem scharfen Löffel herausschaben (sog. Kürettage).

Daneben besteht die Möglichkeit, aktinische Keratosen zu vereisen (sog. Kryotherapie), zu verdampfen (mit Kohlendioxid-Laser) oder durch örtlich angewendete Chemotherapie beziehungsweise chemisches Peeling zu entfernen. Die aktinische Keratose im Rahmen der Behandlung zu bestrahlen, ist heutzutage nicht mehr üblich, da die Strahlentherapie für die bereits geschädigte Haut ein zusätzliches Krebsrisiko darstellt.

Die häufig zur Behandlung eingesetzte Vereisung zerstört ungezielt nicht nur die für aktinische Keratose typischen krankhaften Zellen, sondern auch gesunde Zellen. Daher treten nach dieser Therapie manchmal Nebenwirkungen auf: So können Blasen, Schmerzen, möglicherweise auch Narben oder eine örtliche Veränderung der Hautfarbe entstehen. Die Lasertherapie mit Kohlendioxid oder Erbium-YAG ist vor allem bei einzelnen Hautveränderungen angebracht. Die Nebenwirkungen sind dieselben wie bei der Vereisung. In nahezu 100 Prozent der Fälle lässt sich eine aktinische Keratose mit dem Laser vollständig entfernen. Welche Langzeitergebnisse eine Behandlung durch chemisches Peeling mit Substanzen wie Trichloressigsäure bringt, ist bisher nicht ausreichend erforscht.

Eine aktinische Keratose kann man auch durch örtlich angewendete Chemotherapeutika wie Diclofenac, 5-Fluorouracil (5-FU) oder Imiquimod erfolgreich behandeln. Allerdings sind bei dieser Therapie individuell die Risiken und Nebenwirkungen abzuwägen. So kann eine großflächige Anwendung von 5-FU bei Menschen mit bestimmten Enzymdefekten zu einer lebensgefährlichen Agranulozytose (einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) führen.






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