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Akne

Stand: 07. Januar 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Akne ist die häufigste Hautkrankheit: Fast jeder kennt die typischen Pickel, Papeln und Pusteln, die meist zu Beginn der Pubertät aufgrund von entzündeten Talgdrüsen in der Haut entstehen. Diese gewöhnliche Akne (bzw. Acne vulgaris) verschwindet in den meisten Fällen nach einigen Jahren von allein.

Stirn mit Akne
Akne zeigt sich vor allem im Gesicht.

Vorwiegend tritt die Akne im Gesicht, Nacken und Dekolleté auf. Daneben ist Akne aber auch am Rücken, in den Achseln sowie in der Genital-, Gesäß- und Leistenregion möglich. Jungen sind häufiger und meist stärker von Akne betroffen als Mädchen, denn: Akne entsteht vorwiegend durch hormonelle Veränderungen, in erster Linie durch männliche Geschlechtshormone (Androgene).

Für die Entstehung von Akne können auch andere Faktoren verantwortlich sein. Je nach Ursache, Art und Schweregrad der Hautunreinheiten unterscheidet man verschiedene Formen von Akne:

Die häufigste Form der Akne ist die meist am Anfang der Pubertät auftretende gewöhnliche Akne (bzw. Acne vulgaris). Sie kann wie folgt ausgeprägt sein:

  • Die Akne zeigt sich vor allem durch Mitesser (sog. Acne comedonica),
  • die Akne geht vor allem mit entzündeten Papeln und Pusteln einher (sog. Acne papulopustulosa) oder
  • die Akne äußert sich durch große entzündliche Knoten, Abszesse, Krusten und Narben (sog. Acne conglobata; beim seltenen schweren Verlauf mit Fieber und Gelenkentzündungen: Acne fulminans).

Die schwerste Form der Akne (sog. Acne inversa) tritt meist bei Jugendlichen nach der Pubertät und bei jungen Erwachsenen auf. Sie betrifft überwiegend Hautbereiche, in denen benachbarte Körperbereiche ständig miteinander in Berührung kommt (z.B. Analbereich, Achselhöhle, Leiste, weibliche Brüste) und geht oft mit Nikotinkonsum einher. Daneben unterscheidet man noch weitere Akne-Formen – benannt nach Auslöser oder Lebensalter – wie:

  • die durch Kosmetika und Salben ausgelöste Akne (sog. Acne cosmetica),
  • die durch Chemikalien wie Chlor, Jod oder Teer verursachte Akne (sog. Acne venenata),
  • die durch Medikamente hervorgerufene Akne (sog. Acne medicamentosa),
  • die durch UV-Strahlung entstandene Akne (sog. Acne aestivalis bzw. Mallorca-Akne)
  • die beim Baby vorkommende Akne, die schon bei der Geburt vorhanden sein kann, aber meistens um die dritte Lebenswoche auftritt (sog. Neugeborenenakne bzw. Acne neonatorum).
  • die in der Regel zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat auftretende Säuglingsakne (sog. Acne infantum).

Des Weiteren kann Akne durch eine bestimmte Ernährung entstehen oder sich verschlimmern: Beispielsweise Schokolade, Honig, Marmelade und andere süße Lebensmittel sowie ein hoher Konsum von (Kuh)Milch und Milchprodukten führen zu einer hohen Insulinausschüttung. Dies verschlechtert wiederum das Hautbild.

Eine Akne zu behandeln braucht Zeit. Betroffene können einiges selbst tun, um die Haut zu reinigen und zu pflegen. Darüber hinaus können Ärzte verschiedene Mittel gegen Akne verschreiben. Eine rechtzeitige und angemessene Akne-Behandlung mindert das Risiko, dass durch die Akne Narben zurückbleiben.

Weiterlesen: Akne: Definition

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