Startseite > Krankheiten > AIDS und HIV-Infektion
Stand: 26. September 2012Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
AIDS und HIV bezeichnen nicht das Gleiche. Die Abkürzung HIV steht für den Erreger der HIV-Erkrankung: das Humane Immundefizienz-Virus. Eine HIV-Infektion kann nach mehrjährigem Verlauf in die Krankheit AIDS, eine Immunschwäche, übergehen.
Die Abkürzung AIDS leitet sich aus dem Englischen ab, es steht für Acquired Immuno Deficiency Syndrome, was so viel wie "erworbenes Immunschwäche-Syndrom" bedeutet. HIV wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch infizierte Blutprodukte sowie unter Drogenabhängigen getauschte, verunreinigte Spritzen kommen als Auslöser infrage.
Ist jemand mit dem HI-Virus infiziert, bezeichnet man das als HIV-positiv – er kann später an AIDS erkranken. Tage bis Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen: Die Symptome ähneln einem grippalen Infekt und klingen nach einigen Tagen bis Wochen wieder ab. Danach ist der Betroffene über Jahre oder sogar Jahrzehnte beschwerdefrei.
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Die HIV-Übertragung kann auf unterschiedliche Arten erfolgen:
Von einer "AIDS-Übertragung" zu sprechen, ist genaugenommen falsch. Denn es wird das HI-Virus übertragen (HIV-Infektion) – die Krankheit AIDS muss dadurch jedoch nicht immer ausbrechen.
Ob eine HIV-Infektion vorliegt, lässt sich durch einen sogenannten HIV-Test feststellen. Der HIV-Test ist ein Antikörper-Test: Sind Antikörper gegen das HI-Virus im Blut vorhanden, geht man davon aus, dass auch HI-Viren im Körper sind – der HIV-Test gilt dann als positiv. Hieraus leitet sich die Formulierung ab, jemand sei "HIV-positiv". Für ein sicheres Test-Ergebnis sollten nach einer möglichen Ansteckung mindestens drei Monate bis zum HIV-Test vergehen. Diese Zeit braucht der Körper etwa, um nachweisbare Antikörper zu bilden. Umgangssprachlich nennen manche den HIV-Test auch AIDS-Test. Das ist jedoch im Grunde nicht korrekt, da der Test nicht die Erkrankung AIDS nachweist, sondern lediglich bestätigt, dass sich HI-Viren im Körper befinden.
Im späteren Verlauf der HIV-Infektion kommt es zunehmend zu typischen Symptomen und unter Umständen zum Ausbruch von AIDS. Ist die AIDS-Erkrankung stark ausgeprägt, verlieren Betroffene meist deutlich an Gewicht. Infektionskrankheiten treten bei ihnen häufiger auf als bei Gesunden und es können sich bestimmte Krebsarten entwickeln, die für AIDS typisch und kennzeichnend sind (sog. AIDS-Indikatorkrankheiten).
AIDS ist eine Erkrankung, die chronisch verläuft. Die Fortschritte der Forschung haben zu einer erheblichen Lebenszeitverlängerung der Betroffenen geführt: Neue Medikamente, die verhindern, dass sich das Virus im Körper vermehrt, zögern das Auftreten von AIDS hinaus. Die Krankheit ist dadurch behandelbar, wenn auch nicht heilbar geworden.
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