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AIDS und HIV-Infektion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. September 2014)

AIDS ist nicht das Gleiche wie HIV. Die Abkürzung HIV steht für den Erreger der HIV-Erkrankung: das Humane Immundefizienz-Virus. Eine HIV-Infektion kann nach mehrjährigem Verlauf in die Krankheit AIDS übergehen.

Die Abkürzung AIDS leitet sich aus dem Englischen ab, es steht für Acquired Immuno Deficiency Syndrome, was so viel wie "erworbenes Immunschwäche-Syndrom" bedeutet.

Das HI-Virus wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch infizierte Blutprodukte sowie unter Drogenabhängigen getauschte, verunreinigte Spritzen kommen als Auslöser infrage.

Ist eine Person mit dem HI-Virus infiziert, bezeichnet man das als HIV-positiv – sie kann später an AIDS erkranken. Tage bis Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus können Anzeichen der akuten HIV-Erkrankung auftreten: Die Symptome ähneln einem grippalen Infekt und klingen nach einigen Tagen bis Wochen wieder ab. Danach ist der Betroffene über Jahre oder sogar Jahrzehnte beschwerdefrei.

Monate bis Jahre nach der Infektion kann AIDS ausbrechen. Ist die AIDS-Erkrankung stark ausgeprägt, verlieren Betroffene meist deutlich an Gewicht. Infektionskrankheiten treten bei ihnen häufiger auf als bei Gesunden und es können sich bestimmte Krebsarten entwickeln, die für AIDS typisch und kennzeichnend sind (sog. AIDS-Indikatorkrankheiten).

Das HI-Virus kann auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden:

  • auf sexuellem Weg,
  • durch verunreinigte Spritzen, etwa wenn Rauschgiftabhängige gemeinsam Spritzbestecke benutzen,
  • durch Blutprodukte oder
  • durch nicht desinfizierte medizinische Geräte.

Von einer "AIDS-Übertragung" zu sprechen, ist genau genommen falsch. Denn es wird das HI-Virus übertragen (HIV-Infektion) – die Krankheit AIDS muss dadurch jedoch nicht unbedingt ausbrechen.

Ob sich eine Person mit HIV angesteckt hat, kann man mithilfe eines sogenannten HIV-Tests feststellen. Der HIV-Test ist ein Antikörper-Test: Sind Antikörper gegen das HI-Virus im Blut vorhanden, geht man davon aus, dass auch HI-Viren im Körper sind – der HIV-Test gilt dann als positiv. Hieraus leitet sich die Formulierung ab, jemand sei "HIV-positiv".

Ab dem Zeitpunkt der möglichen Ansteckung sollten mindestens drei Monate vergehen, bis der HIV-Test durchgeführt wird. Dies gewährleistet ein sicheres Test-Ergebnis. Der Grund: Der Körper benötigt etwa drei Monate, um nachweisbare Antikörper zu bilden.

AIDS: Video

AIDS ist eine Erkrankung, die chronisch verläuft. Die Fortschritte der Forschung haben dazu geführt, dass sich die Lebensqualität der Betroffenen verbessert: Neue Medikamente, die verhindern, dass sich das Virus im Körper vermehrt, zögern das Auftreten von AIDS hinaus. Die Krankheit ist dadurch behandelbar, wenn auch nicht heilbar geworden.






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