Startseite > Krankheiten > AIDS und HIV-Infektion > Definition
Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Häufigkeit der HIV-Infektion hat seit dem Auftreten der ersten Fälle rasant zugenommen. Weltweit gibt es mehr als 35 Millionen HIV-Infizierte – über 5.700 Menschen sterben täglich an AIDS. Da viele Betroffene – vor allem in den armen Regionen der Erde und insbesondere in Afrika – nicht oder nur unzureichend behandelt werden und an AIDS versterben, zählt AIDS weltweit zu den fünf häufigsten Todesursachen.
In den reicheren Industrienationen kommt es bei sogenannten Risikogruppen wie homosexuellen Männern vergleichsweise häufig zu HIV-Infektionen. Steigende Zahlen werden derzeit allerdings auch für heterosexuelle Personen gemeldet.
In Deutschland leben momentan etwa 70.000 Menschen, die HIV-positiv sind: etwa 57.000 Männer und etwa 13.000 Frauen. Von den 70.000 insgesamt mit HIV Infizierten leiden circa 12.000 an der Immunschwäche AIDS. Bei ihnen ist die Krankheit also ausgebrochen. Seit dem Jahr 2000 nimmt die Anzahl neuer HIV-Diagnosen wieder zu – in den Jahren 2007 bis 2010 traten jeweils circa 3.000 Fälle einer HIV-Neuinfektion auf.
Für die steigenden Zahlen gibt es unterschiedliche Gründe: Immer mehr Menschen lassen sich heutzutage testen – und je mehr Menschen einen HIV-Test machen, umso mehr HIV-Infektionen können auch festgestellt werden. Auch durch die verbesserten Therapiemöglichkeiten nimmt die Anzahl der HIV-infizierten Menschen jährlich zu, da weniger Menschen an AIDS sterben und gleichzeitig immer neue Infektionsfälle hinzukommen.
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