Aicardi-Syndrom: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Oktober 2014)

Das Aicardi-Syndrom nimmt typischerweise einen fortschreitenden Verlauf: Die gesamten Bewegungsabläufe (Motorik) lassen immer mehr nach und es kommt zur Erblindung. Fast alle Kinder, die mit dieser Erbkrankheit zur Welt kommen, sind körperlich und geistig schwer behindert.

Eine geeignete Behandlung kann sich jedoch günstig auf den Verlauf des Aicardi-Syndroms auswirken: Durch regelmäßige Physiotherapie und Ergotherapie kann sich das fortschreitende Nachlassen der motorischen Fähigkeiten verlangsamen. Es ist jedoch nicht möglich, das Aicardi-Syndrom vollständig zu heilen.

Prognose

Obwohl das Aicardi-Syndrom durch seinen fortschreitenden Verlauf eine eher ungünstige Prognose hat, besteht eine Chance, trotz der Krankheit das fünfte Lebensjahrzehnt zu erreichen.

Allgemein ist die Lebenserwartung durch das Aicardi-Syndrom allerdings deutlich vermindert: Zwar erreichen über drei Viertel aller betroffenen Kinder das 6. Lebensjahr, doch nur 40 Prozent werden 15 Jahre alt. Die meisten Betroffenen sterben an Atemwegsinfektionen.


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