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Agoraphobie

Agoraphobie: Verlauf

Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bleibt eine Agoraphobie unbehandelt, nimmt sie oft einen chronischen Verlauf. Die Betroffenen vermeiden zunehmend mehr Situationen und Orte. Durch die Angst vor der Angst (Erwartungsangst) ziehen sich die Betroffenen immer mehr zurück. In der Folge sind sie immer stärker eingeschränkt und verlieren an Lebensqualität. So haben sie zum Beispiel Probleme, zur Arbeit zu fahren oder Freunde zu besuchen. Wenn es nicht mehr möglich ist, zur Arbeit zu gehen, kann die Erkrankung auch zu einem sozialen Abstieg führen.

Ohne eine Therapie kann eine Agoraphobie jahrzehntelang andauern und sich immer weiter verstärken. Die Angst kann so stark werden, dass ein Agoraphobiker nicht oder nur noch in Begleitung in der Lage ist, sein Zuhause zu verlassen. So kann es passieren, dass er sich immer weiter von der Außenwelt isoliert. Erkrankungen wie Depressionen, aber auch Panikattacken können die Folge sein. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Betroffenen versuchen, ihre Angst langfristig durch Beruhigungsmittel oder Alkohol zu betäuben, was zur Abhängigkeit führen kann.

Weiterlesen: Agoraphobie: Vorbeugen

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