Startseite > Krankheiten > Agoraphobie > Diagnose
Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Um bei einer vermuteten Agoraphobie die Diagnose zu stellen, führt der Arzt, Psychiater oder Psychotherapeut ein ausführliches Gespräch mit der Person. So fragt er beispielsweise, welche Beschwerden vorliegen und wie lange diese schon bestehen. Dabei kann er strukturierte Interviewleitfäden oder Fragebögen einsetzen.
Häufig hat der Betroffene bereits einen langen Leidensweg hinter sich, bis die Diagnose Agoraphobie gestellt wird. Gerade bei Menschen, deren Angst sich vor allem durch körperliche Symptome bemerkbar macht, kommt es oft zu Fehldiagnosen, weil man die Ursache für die Beschwerden im körperlichen Bereich sucht.
Für die Behandlung ist es wichtig zu wissen, ob die Angst im Vordergrund steht oder ob sie im Rahmen einer anderen psychischen Erkrankung (z.B. Depression) auftritt. Um auszuschließen, dass die Angstsymptome auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind (z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Einnahme bestimmter Medikamente, erhöhter Hirndruck), muss der Arzt die Person zunächst körperlich untersuchen.
Als wichtiges Hilfsmittel zur Diagnose einer Agoraphobie können auch sogenannte Angsttagebücher zum Einsatz kommen. Die betroffene Person hält im Tagebuch fest, wie oft, wann und wie stark die Angst aufgetreten ist. Das Angsttagebuch erleichtert es dem Therapeuten, die Therapie individuell zu planen.
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