Agoraphobie: Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (26. Januar 2017)

Häufig hat der Betroffene bereits einen langen Leidensweg hinter sich, bis die Diagnose Agoraphobie gestellt wird. Gerade bei Menschen, deren Angst sich vor allem durch körperliche Symptome bemerkbar macht, kommt es oft zu Fehldiagnosen, weil man die Ursache für die Beschwerden im körperlichen Bereich sucht.

Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um eine Agoraphobie handelt, führt der Arzt, Psychiater oder Psychotherapeut ein ausführliches Gespräch mit seinem Patienten. So fragt er beispielsweise,

  • welche Beschwerden vorliegen,
  • wie lange diese schon bestehen oder
  • ob der Patient bestimmte Situationen meidet.

Für die Behandlung ist es wichtig zu wissen, ob die Angst im Vordergrund steht oder ob sie als Begleiterscheinung einer anderen psychischen Erkrankung auftritt – etwa einer Depression. Um auszuschließen, dass die Angstsymptome auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind (z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Einnahme bestimmter Medikamente, erhöhter Hirndruck), muss der Arzt die Person körperlich untersuchen. So wird er beispielsweise Blut abnehmen, die Schilddrüsenwerte bestimmen oder ein EKG machen.

Als wichtiges Hilfsmittel zur Diagnose und Therapie einer Agoraphobie können auch sogenannte Angsttagebücher zum Einsatz kommen. Die betroffene Person hält im Tagebuch fest, wie oft, wann und wie stark die Angst aufgetreten ist. Das Angsttagebuch erleichtert es dem Therapeuten, die Therapie individuell zu planen.


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