Affektive Störungen: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Die Veranlagung für affektive Störungen ist häufig erblich bedingt. Es gibt daher keine spezifischen vorbeugenden Maßnahmen. Da Stimmungsstörungen jedoch oftmals nach vorangegangenen belastenden Lebensereignissen auftreten, ist es allgemein ratsam, in schwierigen Lebensphasen schon frühzeitig Unterstützung zu suchen – etwa durch nahestehende Menschen oder durch professionelle Hilfe.

Wenn Sie eine affektive Störung haben, können Sie jedoch einem Rückfall vorbeugen: Dazu ist es ratsam, dass Sie frühzeitig – sobald die akuten Symptome abgeklungen sind – Strategien erarbeiten, um das erneute Auftreten der Symptome zu verhindern. Dabei ist gerade für die bipolare affektive Störung (manisch-depressive Erkrankung) eine Therapie mit Medikamenten bedeutend. Wegen der Nebenwirkungen fällt es jedoch vielen Betroffenen schwer, die Medikamente nach dem Abklingen der akuten Symptome weiter einzunehmen. Zudem stufen Menschen, die sich noch in einer manischen Phase befinden, eine Therapie häufig als nicht notwendig ein, da sie sich nicht als krank empfinden. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt kann das Risiko von Rückfällen senken.

Um zu vermeiden, dass affektive Störungen erneut auftreten, ist auch eine Psychotherapie wichtig: Hier können Betroffene lernen, mögliche Anzeichen für einen drohenden Rückfall zu erkennen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln. So ist es gerade in kritischen Lebensphasen empfehlenswert, Stress zu vermeiden, einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuhalten und angenehme, entspannende Aktivitäten auszuüben.


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