Affektive Störungen: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Affektive Störungen zeigen meist einen phasenweisen Verlauf: Depressive und / oder manische Episoden treten in mehr oder weniger ausgeprägten Schüben auf. Die Symptome klingen nach einer Weile ab, sodass die Stimmung bis zur nächsten affektiven Episode auf ein normales Niveau zurückkehrt. Dabei kann der Beginn einer depressiven Phase sowohl schleichend als auch plötzlich einsetzen, während eine manische Phase meist rasch (innerhalb weniger Stunden oder Tage) beginnt.

Wenn affektive Störungen unipolar verlaufen, also nur durch Symptome einer Manie oder Depression gekennzeichnet sind, treten durchschnittlich etwa vier Phasen im Laufe des Lebens auf. Eine bipolare affektive Störung mit abwechselnd manischen und depressiven Zuständen (sog. manisch-depressive Erkrankung) verläuft häufig in mehreren kürzeren Phasen.

Je länger die affektive Störung besteht, desto schneller folgen die Phasen aufeinander. Unbehandelte manische oder depressive Phasen dauern etwa drei bis zwölf Monate – auch hier verkürzt sich der symptomfreie Zeitraum zwischen den Schüben mit steigender Phasenzahl. Je früher bei affektiven Störungen die Diagnose und Behandlung erfolgt, desto günstiger ist die Prognose.


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