Affektive Störungen: Bipolare affektive Störungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Affektive Störungen, bei denen sich manische und depressive Phasen abwechseln, sind sogenannte bipolare affektive Störungen (früher: manisch-depressive Erkrankungen). Die genauen Ursachen für bipolare affektive Störungen sind nicht bekannt. Allerdings scheint das Risiko für eine bipolar verlaufende affektive Störung biologisch-erblich bedingt zu sein; kommen belastende Lebensereignisse hinzu, können erste Anzeichen der Stimmungsstörung auftreten.

Auch ein Teufelskreis aus Symptomen und negativen Denkmustern ist mit dafür verantwortlich, dass bipolare affektive Störungen entstehen beziehungsweise weiterbestehen: Wer eine bipolare affektive Störung hat und aufgrund seines manischen Erlebens sehr euphorisch ist und sich selbst überschätzt, ruft bei seiner Umwelt meist Unverständnis oder Ablehnung hervor. Dies kann bestehende negative Denkmuster aktivieren (z.B. "Die anderen sind neidisch und gönnen mir meine Fähigkeiten nicht") und misstrauisches und gereiztes Verhalten bei dem Betroffenen verursachen. Dies wiederum ruft weitere kritische Reaktionen des Umfelds hervor, die das negative Denkmuster weiter verstärken.


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