Affektive Störungen: Symptome einer Manie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Affektive Störungen äußern sich nur selten ausschließlich durch eine Manie (= unipolare Störung); meist wechseln sich manische oder gemischte Episoden (mit manischen und depressiven Anzeichen) mit depressiven Phasen ab. Im Gegensatz zur unipolaren Störung liegt dann eine bipolare Störung bzw. manisch-depressive Erkrankung vor. Die Manie ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • unangemessen gehobene oder reizbare Stimmung
  • Antriebssteigerung
  • beschleunigtes Denken und Selbstüberschätzung.

Häufig geben manische Menschen leichtsinnig Geld aus und sind sexuell enthemmt. Daher können bipolare affektive Störungen oder reine Manien schwere familiäre, finanzielle und gesundheitliche Folgen haben. Die Symptome einer Manie können auch wahnhaft sein (z.B. Größenwahn). Den Betroffenen fehlt meist die Einsicht, krank zu sein.

Sind die manischen Symptome nur leicht ausgeprägt, liegt eine sogenannte Hypomanie vor.

Menschen in einer manischen Phase erleben einen wahren Höhenflug. © Jupiterimages/iStockphoto

Menschen in einer manischen Phase erleben einen wahren Höhenflug.

Bipolare affektive Störung

Affektive Störungen, bei denen manisch und depressiv ausgeprägte Symptome auftreten, bezeichnet man als bipolar. Eine bipolare affektive Störung – auch manisch-depressive Erkrankung genannt – verläuft typischerweise in Episoden, von denen mindestens eine Symptome einer Manie oder einer leichter ausgeprägten Hypomanie aufweist. Dabei kann es sich auch um eine gemischte Episode handeln, in der depressive und manische Symptome im schnellen Wechsel oder seltener gleichzeitig (z.B. depressive Stimmung mit Rededrang) auftreten. Ein gleichzeitiges Auftreten ist jedoch selten.

In den einzelnen Episoden kann eine bipolare affektive Störung also sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Daher ist es üblich, bipolare affektive Störungen anhand der Symptome zu charakterisieren, die zum aktuellen Zeitpunkt auftreten, also zum Beispiel als bipolare affektive Störung mit einer depressiven Episode. Zwischen den Episoden einer bipolaren affektiven Störung liegen Phasen, in denen keine Symptome auftreten – also weder manische noch depressive Auffälligkeiten.

Bipolare affektive Störungen können auch dauerhaft milde Symptome auslösen: Die Zyklothymia ist eine mindestens zwei Jahre lang anhaltende bipolare affektive Störung, deren Symptome nur leicht ausgeprägt sind. Die ersten Anzeichen für diese chronische Stimmungsstörung setzen meist im frühen Erwachsenenalter ein. Typisches Merkmal der Zyklothymia ist eine instabile Stimmung mit zahlreichen Perioden leichter Depression und leicht gehobener Gefühlslage. Es gibt nur selten Zeiten, in denen die Stimmung stabil ist.


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