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Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Affektive Störungen lassen sich durch ausführliche Gespräche über die bestehenden Symptome und früheren Krankheitsanzeichen diagnostizieren. Als Hilfestellung für die Diagnose dienen häufig strukturierte Interviewleitfäden. Außerdem gibt es eine Reihe von Fragebögen, mit denen die typischen Krankheitsanzeichen erfassbar sind.
Entscheidend für die Diagnose von affektiven Störungen ist, welche Beschwerden wie stark ausgeprägt sind und wie lange sie bestehen. So gilt etwa eine manische Episode erst dann als diagnostiziert, wenn mindestens eine Woche lang wenigstens drei der folgenden Merkmale vorlagen und die affektive Störung so stark ausgeprägt ist, dass sie die berufliche und soziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigt:
Bipolare affektive Störungen (manisch-depressive Erkrankungen) sind häufig erst spät diagnostizierbar: Wer manisch-depressiv ist, begibt sich meist während einer depressiven Phase in Behandlung, sodass die behandelnden Ärzte oft zunächst die Diagnose einer Depression stellen. Erst wenn ein Arzt die gesamte Krankheitsgeschichte ausführlich erhebt, können sich Hinweise auf frühere manische Symptome ergeben, die notwendig sind, um eine bipolare Störung feststellen zu können. Da die Betroffenen selbst aber Anzeichen einer Manie oder Hypomanie häufig nicht als krankhaft wahrnehmen, bleibt der charakteristische Wechsel der Stimmungslagen oft lange unentdeckt und wird manchmal erst bei der Befragung von nahe stehenden Personen deutlich.
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