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Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Affektive Störungen sind Stimmungsstörungen, die per Definition Zustände gedrückter und gehobener Gefühlslage – Depressionen und Manien – umfassen. Je nachdem, ob affektive Störungen nur mit einer Depression oder Manie oder mit beiden Gefühlslagen einhergeht, unterteilt man sie wie folgt:
Die Zyklothymia ist eine mindestens zwei Jahre lang anhaltende, leichte bipolare affektive Störung. Sie beginnt meist im frühen Erwachsenenalter und verläuft chronisch. Die Stimmung ist fast ständig instabil – es kommt zu zahlreichen Perioden leichter Depression und leicht gehobener Gefühlslage. Die Stimmungsschwankungen stehen bei der Zyklothymia meist nicht im Zusammenhang mit Lebensereignissen.
Die Depression ist ein Gefühlszustand, der durch große Traurigkeit und durch Selbstzweifel gekennzeichnet ist. Affektive Störungen gehen meist mit Depressionen einher, weshalb die Depression die bekanntere Form der affektiven Störung ist.
Affektive Störungen unterscheiden sich im Ausmaß der Stimmungsveränderung, in den auftretenden Anzeichen und im Verlauf: So unterteilt man eine depressive Episode in drei Schweregrade (leicht, mittelgradig, schwer), die sich in Anzahl und Stärke der Symptome einer Depression unterscheiden. Wenn es im Lauf der Zeit zu mehreren depressiven Episoden kommt, liegt eine sogenannte rezidivierende depressive Störung vor. Außerdem lässt sich noch folgende Form abgrenzen:
Die Dysthymia ist eine chronische depressive Verstimmung leichten Grads. Diese affektive Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter.
Die Manie ist ein Zustand intensiver, aber unbegründet gehobener Stimmung. Diese äußert sich in übersteigerter (oft sinnloser) Aktivität, Rededrang, sprunghaftem Denken, Ablenkbarkeit und unrealistischen Plänen. Affektive Störungen äußern sich selten nur durch eine Manie; meist wechseln sich manische und depressive Phasen ab.
Eine manische Episode unterteilt man nach Stärke und Dauer der Symptome und vor allem danach, wie stark die Betroffenen durch die affektive Störung sozial beeinträchtigt sind, in drei Untertypen (Hypomanie, Manie und Manie mit psychotischen Symptomen).
Die Hypomanie ist eine leicht ausgeprägte Manie (griech. hypo = unter). Die Lebensführung der Betroffenen ist durch die hypomanischen Symptome kaum beeinträchtigt.
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