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Adipositas (Fettsucht, Fettleibigkeit), Übergewicht

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (07. Juli 2014)

Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) und Übergewicht sind in Deutschland und in anderen westlichen Industrieländern besonders verbreitet: Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands ist übergewichtig, wobei über 20 Prozent als adipös gelten. Nur noch etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung hat hierzulande ein gesundheitlich wünschenswertes Körpergewicht.

Allerdings treten Übergewicht und Adipositas auch bei Kindern und Jugendlichen vermehrt auf. Diese Entwicklung ist deshalb besorgniserregend, weil Fettleibigkeit die Lebensqualität erheblich einschränkt und zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann.

Ob jemand Adipositas oder Übergewicht hat, lässt sich mithilfe des sogenannten Body-Mass-Index (BMI) berechnen:

  • Adipositas bezeichnet per Definition eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung von Körperfett bei einem BMI von 30 oder höher. Eine solche Fettsucht betrachten viele Fachleute als chronische Erkrankung.
  • Übergewicht besteht bei einem BMI von 25 bis 29,9 und bildet die Vorstufe von Fettleibigkeit.

Zu den möglichen Folgen von starkem Übergewicht und Adipositas zählen unter anderem Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Treten diese Faktoren zusammen auf, besteht ein sogenanntes metabolisches Syndrom. Entsprechend wirkt sich Fettleibigkeit auch auf die Lebenserwartung aus:

Bei 40-Jährigen mit Übergewicht oder Adipositas verkürzt sich die Lebensdauer um 3 bis 6 Jahre; eine schwere Fettleibigkeit kostet sogar bis zu 20 Lebensjahre. Aber: Neben Rauchen und Alkohol ist Adipositas der häufigste Grund für Erkrankungen und Todesfälle, die durch konsequentes Ausschalten des Risikofaktors vermeidbar wären. Die gute Nachricht lautet also: Wer übergewichtig oder fettleibig ist, kann durch Senkung des Körpergewichts das Risiko für die häufig mit Fettsucht einhergehenden Erkrankungen und Komplikationen erheblich verringern.

Wenn es möglich wäre, in einem von Adipositas und Übergewicht besonders betroffenen Industrieland alle Erwachsenen auf ihr Normalgewicht zu bringen, würde die mittlere Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung deutlich steigen.

Um gegen Adipositas oder Übergewicht vorzugehen, ist eine Kombination aus Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie ratsam. Nur in besonderen Fällen kann zusätzlich ein Medikament oder eine Operation (sog. Adipositas-Chirurgie) sinnvoll sein. Um Fettleibigkeit oder Übergewicht bei Kindern langfristig erfolgreich bekämpfen zu können, ist es außerdem wichtig, dass die Eltern (bzw. Familie oder Betreuer) in gleichem Maß in die Behandlung einbezogen sind (sog. familienbasierte Therapie).






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