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ADHS
ADHSADHS: UrsachenStand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die genauen ADHS-Ursachen sind bislang ungeklärt. Wahrscheinlich sind mehrere Faktoren für die Aufmerksamkeitsdefizitstörung verantwortlich. Momentan werden drei Hauptauslöser für ADHS verantwortlich gemacht:
Eine genetische Veranlagung bewirkt, dass die Übertragung der Nervensignale gestört ist. Der Signalbotenstoff (Neurotransmitter) Dopamin kommt bei ADHS-Betroffenen seltener im Gehirn vor. Dadurch ist der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen beeinträchtigt und Reize können nicht richtig verarbeitet werden. Den Betroffenen fällt es deshalb schwer, sich zu kontrollieren. Nicht selten sind Geschwister, Eltern oder andere Verwandte ebenfalls an ADHS erkrankt, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß. Vermutlich sind mehrere Gene an der Krankheitsentstehung beteiligt. Die erworbenen Auslöser – zum Beispiel Rauchen oder Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft – sind vermutlich nicht die alleinigen ADHS-Ursachen. Wahrscheinlich begünstigen sie, dass ADHS entsteht, wenn eine genetische Veranlagung vorliegt. Auch die psychosozialen Faktoren sind keine alleinigen ADHS-Ursachen. Das Lebensumfeld, in dem die von ADHS betroffenen Kinder aufwachsen, kann bestehende Erbanlagen verstärken oder abschwächen. Diskutiert wird zum Beispiel, ob die äußeren Lebensumstände und einschneidende Erlebnisse, etwa die Trennung der Eltern oder ein traumatisches Erlebnis, die Entstehung von ADHS begünstigen können. Weitere mögliche ADHS-Ursachen sind bestimmte Veränderungen im Gehirn-Stoffwechsel der Betroffenen: So scheinen die verantwortlichen Überträgerstoffe (Neurotransmitter), vor allem das Dopamin, im Bereich der Schaltstellen von Hirnzellen (Synapsen) nicht optimal zu wirken. Forscher wiesen mit PET-Untersuchungen (Positronen-Emissions-Tomographie) nach, dass diese Hirnareale außerdem weniger Glukose verbrauchen als die von gesunden Kindern. Außerdem stellten Forscher fest, dass bei Personen mit ADHS ein kleineres Gehirnvolumen haben, vor allem der Hirnvorderlappen (Frontalhirn) ist verkleinert. Dass Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten die ADHS-Symptome beeinflussen oder ihre Ursache sind, ist bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Weiterlesen: ADHS: Symptome Das könnte Sie auch interessieren
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