Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber Kindergesundheit > ADHS > Therapie

ADHS

ADHS: Therapie

Stand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

ADHS-Kind

Nicht in jedem Fall muss bei ADHS (Aufmerksamkeitsstörung) gleich und unbedingt eine Therapie durchgeführt werden. Wichtig ist es, sich mit den behandelnden Ärzten/Kinderärzten und Psychologen eingehend über die Schwere und das Ausmaß der Störung zu beraten. Eine Behandlung soll spätestens dann begonnen werden, wenn die ADHS zu ausgeprägten psychischen und sozialen Beeinträchtigungen führt. Einen genauen Zeitpunkt für den Therapiebeginn gibt es nicht. Er richtet sich immer nach den individuellen Symptomen.

Das Ziel einer ADHS-Therapie ist es, die Symptome wie die Unaufmerksamkeit, die Hyperaktivität und die Impulsivität in den Griff zu bekommen. Eine Behandlung soll dem Betroffen ermöglichen, sozial integriert zu sein, seiner Begabung entsprechend eine Ausbildung zu beenden und ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen. Umgekehrt soll sie vermeiden, dass die Kinder und Jugendlichen mit ADHS zu Schulversagern oder Außenseitern werden. Eine Heilung der Stoffwechselstörung im Gehirn ist allerdings nicht möglich.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ADHS zu behandeln. Empfohlen wird die multimodale ADHS-Therapie, das heißt eine individuell ausgewogene Kombination aus der Aufklärung über die Erkrankung und Bewältigungsstrategien, einer Verhaltenstherapie und einer medikamentösen Behandlung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Aufklärung über ADHS und Beratung des Betroffenen, seiner Familie und des Erziehers beziehungsweise Klassenlehrers
  • Elterntraining
  • Verhaltenstherapie, bei der neue Verhaltensstrategien erlernt werden sollen und Strukturen sowie Grenzen festgelegt werden
  • Psychotherapie, vor allem bei begleitender Symptomatik wie Angststörung, Abhängigkeit oder Depression
  • Medikamente
  • zusätzlich regelmäßige sportliche Aktivitäten in Jugendgruppen (z.B. Reiten, Klettern, Judo oder Ähnliches)

Als vielversprechend hat sich das sogenannte Kombinationstraining in der ADHS-Therapie erwiesen. Dabei beteiligen sich Eltern, Lehrer und die betroffenen Kinder gleichermaßen an den Aktivitäten. Dort lernen die Betroffenen vor allem, regelmäßige und verlässliche Tagesabläufe einzuhalten.

Weiterlesen: ADHS: Therapie – Medikamentöse Behandlung

Das könnte Sie auch interessieren

Mein Kind

Mein Kind

Erfahren Sie im Ratgeber Mein Kind mehr über alle wichtigen Themen rund um Ihr Kind. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.