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ADHS

ADHS: Symptome

Stand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

ADHS-Betroffene zeigen vielfältige Symptome, dazu gehören:

  • motorische Schwierigkeiten, z.B. im Kleinkinderalter beim Essen mit Besteck oder in der Grundschule beim Schreiben lernen
  • Konzentrationsschwäche
  • leichte Ablenkbarkeit
  • Vergesslichkeit
  • langsame Reaktionen
  • starke Impulsivität, z.B. Wutausbrüche

Die ADHS-Symptome treten typischerweise bereits früh auf, in der Regel vor dem sechsten Lebensjahr. Bei Säuglingen kann sich ADHS bereits durch Symptome wie Schlafprobleme, Unruhe und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und der Verdauung bemerkbar machen. Außerdem schreien sie häufig und sind oft gereizt. Manche Säuglinge zeigen bereits Entwicklungsverzögerungen und beginnen beispielsweise später zu laufen oder zu sprechen.

Kleinkinder mit ADHS sind meist hyperaktiv und unberechenbar in ihrer Handlung beziehungsweise in ihrem Verhalten; es fällt ihnen schwer, beständige Freundschaften aufzubauen. Manche bekommen starke Wutausbrüche. Motorisch bleiben sie oft hinter ihren Altersgenossen zurück, sie haben zum Beispiel manchmal länger Schwierigkeiten dabei, mit Besteck zu essen. Im Kindergarten verschlimmern sich die ADHS-Symptome häufig zusätzlich, weil die Kinder noch mehr Reizen ausgesetzt sind.

Im Grundschulalter wird die Aufmerksamkeitsstörung sehr offensichtlich: ADHS-Kinder sind wenig aufnahmefähig, zeigen häufig eine Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche, sie stören den Unterricht, sind unausgeglichen, ungeschickt und mitunter aggressiv. Aufgrund ihrer Unberechenbarkeit meiden andere Kinder ADHS-Betroffene häufig. Kinder mit ADHS leiden deshalb oft unter einem geringen Selbstwertgefühl.

Beginnt die Pubertät, können ADHS-Betroffene trotzig, ängstlich, depressiv oder aggressiv werden. Ihnen macht häufig das mangelnde Selbstbewusstsein zu schaffen. Manche suchen Zuflucht in Alkohol und anderen Drogen. Viele fallen durch riskantes Verhalten auf, zum Beispiel während des Autofahrens, sodass sie häufiger in Autounfälle verwickelt sind.

Im Erwachsenenalter setzen sich die Probleme aus Kindheit und Jugend häufig fort. ADHS-betroffene Erwachsene haben häufig keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung. Oft haben sie Schwierigkeiten, dauerhafte Beziehungen aufzubauen. Auch als Erwachsene können sie sich schlecht an Regeln halten und begehen zum Beispiel häufig Verkehrsverstöße. Auch die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche bleibt bei vielen bis ins hohe Alter bestehen.

Personen mit ADHS zeigen aber auch viele positive Eigenschaften: Sie sind häufig sehr kreativ, intelligent und haben viele Ideen. Meist sind sie überdies begeisterungsfähig und haben einen starken Gerechtigkeitssinn.

Weiterlesen: ADHS: Diagnose

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