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ADHS

ADHS: Diagnose

Stand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei ADHS (Aufmerksamkeitsstörung) kann der Arzt die Diagnose vor allem durch die Lebensgeschichte des betroffenen Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen stellen. Der Arzt achtet dabei auf Anzeichen für eine Aufmerksamkeitsstörung (Konzentrationsschwäche), zum Beispiel wenn sich das Kind leicht ablenken lässt. Weitere wichtige Diagnosekriterien sind die Hyperaktivität und die Impulsivität. Die ADHS-Diagnose stellt der Arzt aber nur, wenn die Symptome deutlich ausgeprägt sind und über einen längeren Zeitraum (mindestens sechs Monate) bestehen. Hilfreich sind die Aussagen von wichtigen Vertrauenspersonen wie den Eltern

  • zur Familiensituation
  • zum Sozial- und Leistungsverhalten
  • zu Erkrankungen in der Familie
  • Komplikationen in der Schwangerschaft, usw

Um bei ADHS die Diagnose zu sichern, haben sich ergänzend psychologische Testverfahren bewährt (z.B. Aufmerksamkeitstests, IQ-Fragebögen).

Neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung wird der Arzt den Betroffenen auf neurologische Auffälligkeiten untersuchen. Bestimmte neurologische und psychische Erkrankungen können mit einem ähnlichen Krankheitsbild verlaufen: Auszuschließen sind beispielsweise Lese-Rechtschreib-Schwächen, Epilepsie, Folgeerscheinungen durch Medikamente oder Drogen, Tic-Störungen, Psychosen oder ein Autismus.

Weiterlesen: ADHS: Therapie

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