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ADHSADHSADHS: Definition(Stand: 30. September 2009) Die Abkürzungen ADHS oder ADS stehen für das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung beziehungsweise das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, mit denen Mediziner eine besonders starke Aufmerksamkeitsstörung beschreiben. Ältere Bezeichnungen für das gleiche Krankheitsbild sind unter anderem Frühkindliche leichte Hirnschädigung, Hyperkinetische Störung oder Hyperkinetisches Syndrom (HKS). ADHS bezieht sich keineswegs nur auf das Kindesalter. Das Erscheinungsbild ist sehr vielgestaltig; es reicht vom bekannten Zappelphilipp über brav-träumerische Mädchen ("Traumsuse"), depressiv orientierungslose Jugendliche bis hin zum hochbrillanten zerstreuten Professor. Je nach Krankheitsausprägung wird ADHS in verschiedene Typen unterteilt: in den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typ, den vorwiegend unaufmerksamen Typ und den kombinierten Typ. ADHS wurde im Jahr 1845 das erste Mal von dem Frankfurter Nervenarzt Heinrich Hoffmann in dem Buch "Der Struwwelpeter" literarisch dargestellt. Aber erst im Jahr 1987 erhielt die Erkrankung ihre heute noch gültige medizinische Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Nach heutiger Auffassung ist ADHS das Resultat einer fehlerhaften Informationsverarbeitung zwischen einzelnen Hirnabschnitten. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Nerven-Botenstoff Dopamin. HäufigkeitIn allen Ländern, in denen bisher intensive Untersuchungen zur Häufigkeit von ADHS durchgeführt wurden, fand man zwischen 2 und 14 Prozent verhaltensauffällige Kinder. Aber auch zahlreiche Erwachsene dürften, oft unerkannt, von ADHS betroffen sein. In Deutschland ermittelte man im Jahr 2000 bei sechs bis zehn Jahre alten Kindern in sechs Prozent eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Jungen sind häufiger von ADHS betroffen (etwa neun Prozent) als Mädchen (etwa drei Prozent). Je nach ADHS-Typen gibt es zudem geschlechter- und altersspezifische Unterschiede. So tritt der vorwiegend hyperaktiv-impulsive ADHS-Typ bei Jungen fünfmal öfter auf, während die Jungen-Mädchen-Relation beim vorwiegend unaufmerksamen Typ ungefähr 2:1 beträgt. Auffällig ist auch, dass eineiige Zwillinge meist gemeinsam unter ADHS leiden. Weiterlesen: ADHS: Ursachen Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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