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ADHS
ADHSADHS: DefinitionStand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Abkürzungen ADHS oder ADS stehen für das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung beziehungsweise das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, mit denen Mediziner eine besonders starke Aufmerksamkeitsstörung beschreiben. Weitere, zum Teil veraltete Bezeichnungen für das gleiche Krankheitsbild sind unter anderem frühkindliche leichte Hirnschädigung, hyperkinetische Störung oder hyperkinetisches Syndrom (HKS). ADHS bezieht sich keineswegs nur auf das Kindesalter, auch Erwachsene sind betroffen. Je nach Krankheitsausprägung wird ADHS in verschiedene Typen unterteilt: in den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typ, den vorwiegend unaufmerksamen Typ und den kombinierten Typ. ADHS wurde im Jahr 1845 das erste Mal von dem Frankfurter Nervenarzt Heinrich Hoffmann in dem Buch "Der Struwwelpeter" literarisch dargestellt. Aber erst im Jahr 1987 erhielt die Erkrankung ihre heute noch gültige medizinische Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Nach heutiger Auffassung ist ADHS das Resultat einer fehlerhaften Informationsweiterleitung zwischen den Nervenzellen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Nerven-Botenstoff Dopamin. HäufigkeitWeltweit nehmen Forscher eine ADHS-Häufigkeit von etwa 5 Prozent bei Kindern und Jugendlichen an. In Deutschland zeigte eine Untersuchung an 4- bis 17-Jährigen, dass etwa 2 bis 9 Prozent unter ADHS leiden.. Aber auch zahlreiche Erwachsene haben ADHS. Von den Erwachsenen in Deutschland sind etwa 3,1 Prozent von ADHS betroffen. Bei mehr als der Hälfte der Personen, bei denen im Kindes- oder Jugendalter ADHS festgestellt wurde, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen. Jungen sind zwei- bis viermal häufiger von ADHS betroffen als Mädchen. Bei Erwachsenen sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede nicht mehr so gravierend. Auffällig ist auch, dass bei eineiigen Zwillingen meist beide unter ADHS leiden. Weiterlesen: ADHS: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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