Achillodynie, Achillessehnenentzündung: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (24. November 2015)

Bei einer Achillessehnenentzündung oder einer Achillodynie beginnt die Diagnose meist mit der Krankengeschichte (Anamnese) des betroffenen Sportlers.

Der Arzt wird dabei einige Fragen zum Sportverhalten und zu den auftretenden Beschwerden stellen, wie zum Beispiel:

  • Seit wann treten in der Achillessehne Schmerzen auf?
  • Sind Vorschäden an der Achillessehne bekannt?
  • Wann sind die Schmerzen am stärksten?
  • Welche Sportarten betreiben Sie?
  • Wie oft treiben Sie Sport?
  • Verspüren Sie auch beim Sport Schmerzen in der Achillessehne?
  • Dehnen Sie sich regelmäßig?

Danach folgt die körperliche Untersuchung. Dabei betrachtet der Arzt die Achillessehne zunächst mit dem bloßen Auge und tastet sie ab. Bei einer Achillessehnenentzündung lässt sich hierbei oft eine schmerzhafte Verdickung der Achillessehne oder kleine Knötchen feststellen.

Manchmal überprüft der Arzt, ob bestimmte Bewegungen des Fußes in der Achillessehne Schmerzen verursachen. Dazu bewegt er den Fuß erst passiv, dann muss der Patient den Fuß aktiv beugen und strecken. Bei einer Achillessehnenentzündung sowie einer Achillodynie treten vor allem dann Schmerzen in der Achillessehne auf, wenn der Patient die Fußspitze hebt.

Um herauszufinden, ob es sich bei den Beschwerden um eine Achillodynie oder eine Achillessehnenentzündung handelt, führen viele Ärzte eine Ultraschalluntersuchung durch. Dieses Verfahren ist risikolos, schmerzfrei und schnell anwendbar.

Ein Ultraschallgerät besteht aus einem sogenannten Schallkopf, einem kleinen Rechner und einem Bildschirm. Während der Ultraschalluntersuchung der Achillessehne liegt der Patient auf dem Bauch auf einer Behandlungsliege. Der Arzt benetzt die betroffene Achillessehne mit einem Gleitgel und setzt dann vorsichtig den Schallkopf auf. Anschließend "wandert" er mit dem Schallkopf langsam über die Haut.

Auf dem Bildschirm kann der Arzt erkennen, ob eine Achillessehnenentzündung oder eine Achillodynie vorliegt.

Zur weiteren Diagnose und um mögliche degenerative Veränderungen der Achillessehne festzustellen, kann der Arzt eine MRT-Untersuchung vornehmen. Mit einer MRT (Magnetresonanztomographie) lassen sich Entzündungen und Mikrorisse in der Achillessehne detailliert darstellen. Die MRT kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Arzt eine Achillodynie hinter den Schmerzen vermutet.

Zu einer umfassenden Diagnose gehört es, die eigentlichen Ursachen der Achillessehnenentzündung oder der Achillodynie festzustellen und behandeln zu lassen. Andernfalls kann es passieren, dass die Beschwerden nach einiger Zeit erneut auftreten. Daher sollte der Arzt den betroffenen Patienten auch auf Fußfehlstellungen oder andere orthopädische Probleme untersuchen.


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