Achillessehnen­riss (Achillessehnenruptur): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2016)

Einen Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) erkennt der behandelnde Arzt meist schnell: Die typische Beschreibung des Unfallhergangs, eine zu tastende oder sichtbare Delle an der Haut über der Achillessehne und die Unfähigkeit, im einbeinigen Stand auf dem verletzten Bein auf Zehenspitzen zu stehen, weisen verlässlich darauf hin, dass die Achillessehne gerissen ist.

Bei Verdacht auf einen Achillessehnenriss ist auch der Thompson-Test für die Diagnose hilfreich: Hierbei begibt man sich in Bauchlage und lässt den betroffenen Fuß frei hängen, wobei der Arzt die Wadenmuskeln zusammendrückt. Bei intakter Achillessehne bewegen sich die Zehen in Richtung der Fußsohle. Bei einer Achillessehnenruptur bleibt dieser Reflex jedoch aus.

Daneben können bei einer Achillessehnenruptur bildgebende Verfahren zur Diagnostik beitragen: Mithilfe einer Röntgenuntersuchung ist es möglich, einen knöchernen Ausriss beim Achillessehnenriss auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ermöglicht es, die Rissstelle genau zu bestimmen und zu überprüfen, wie weit die Enden der gerissenen Sehne auseinander liegen. Ermöglicht eine Sonographie keine eindeutige Diagnose, hilft eine Kernspintomographie (MRT) bei der genauen Beurteilung des Risses.


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