Achalasie: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. April 2016)

Eine Achalasie verläuft chronisch – Spontanheilungen kommen bei der Funktionsstörung der Speiseröhre nicht vor. Typischerweise nehmen die Schluckstörungen langsam und stetig über Jahre oder Jahrzehnte zu. Mit einer geeigneten Behandlung gelingt es aber in der Regel, die Beschwerden zufriedenstellend zu lindern.

Unbehandelt führt eine Achalasie jedoch dazu, dass sich die Speiseröhre zunehmend aufweitet (sog. Dilatation) – bis hin zum sogenannten Megaösophagus mit völligem Funktionsverlust der Speiseröhre. Darüber hinaus kann es im fortgeschrittenen Stadium (durch das typische Aufstoßen) zu Lungenkomplikationen oder (durch die länger in der Speiseröhre bleibende Nahrung) zu einer Speiseröhrenentzündung kommen, die wiederum Geschwüre oder Blutungen nach sich ziehen kann.

Allgemein ist die Achalasie mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden: Etwa vier bis sechs Prozent der Betroffenen entwickeln nach langjährigem Verlauf einen Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom).

Somit ist das Risiko für Speiseröhrenkrebs bei Achalasie etwa 30-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung. Daher sind in der Nachsorge regelmäßige Endoskopien zur Kontrolle wichtig.


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