Achalasie: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. April 2016)

Bei einer Achalasie gelingt die Diagnose oft erst Jahre nachdem die ersten Beschwerden aufgetreten sind. Der Grund: Im Frühstadium verursacht die Funktionsstörung der Speiseröhre (Ösophagus) meist nur wenig kennzeichnende Symptome.

Um eine Achalasie zu diagnostizieren, sind verschiedene Untersuchungen der Speiseröhre geeignet. Hierzu gehören:

  • endoskopische Untersuchung
  • Röntgenuntersuchung
  • Manometrie

Endoskopie (Spiegelung)

Unter Umständen weisen bereits Speisereste, Entzündungen oder eine sichtbare Verengung der unteren Speiseröhre auf eine Achalasie hin. Bei der Diagnose ist eine Endoskopie – also eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen – jedoch vor allem wichtig, um andere mögliche Ursachen für die Beschwerden (wie z.B. Speiseröhrenkrebs) sicher auszuschließen. In manchen Fällen entnimmt der Arzt bei dieser Untersuchung auch gleichzeitig Gewebeproben, um sie auf Veränderungen und Auffälligkeiten zu untersuchen (sog. Biopsie).

Röntgen

Um eine Achalasie im Röntgenbild beurteilen zu können, bekommt man vor dem Röntgen ein Kontrastmittel (Breischluck), das den Verlauf der Speiseröhre sichtbar macht: Der Arzt kann dann im Röntgenbild eine spitz zulaufende Enge am Übergang zum Magen erkennen. Je nach Stadium der Krankheit ist der Bereich der Speiseröhre oberhalb der Enge geweitet (sog. Sektglasform).

Manometrie

Auch eine Manometrie ist bei Verdacht auf eine Achalasie hilfreich: Mithilfe der Manometrie kann der Arzt den Druck in der Speiseröhre messen. Erschlafft der untere Speiseröhrenmuskel (Ösophagussphinkter) beim Schlucken nicht, spricht dies für eine Achalasie.

Die Manometrie lässt Rückschlüsse auf die Bewegungen der Speiseröhre (Peristaltik) zu. Je nach Beweglichkeit der Speiseröhrenmuskulatur unterscheidet man drei Formen von Achalasie:

  • hypermotile Form: gesteigerte Peristaltik
  • hypomotile Form: verminderte Peristaltik
  • amotile Form: keine Peristaltik mehr vorhanden

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