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Achalasie

Achalasie: Definition

Stand: 20. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Begriff Achalasie bezeichnet per Definition eine Funktionsstörung der Speiseröhre, die wie folgt gekennzeichnet ist:

  • Der untere Schließmuskel (Sphinkter) der Speiseröhre (Ösophagus) befindet sich in einem erhöhten Spannungszustand, sodass er beim Schlucken – anders als bei gesunden Menschen – nicht erschlafft.
  • Oft sind gleichzeitig die Bewegungen der mittleren und unteren Speiseröhre, die den Speisebrei weiterbefördern (sog. Peristaltik), vermindert.

Die Speiseröhre ist ein Muskelschlauch, der innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Innerhalb der Muskelschicht befinden sich miteinander vernetzte Nervenzellen (der sog. Auerbach-Plexus). Sie steuern die exakten Bewegungen der Speiseröhre während des Schluckens. Diese Bewegungen befördern den Speisebrei vollständig vom Mund in den Magen. Dort sorgt das saure Milieu für eine Desinfizierung der Nahrung; starke Bewegungen durchmischen sie mit Enzymen und zerkleinern sie weiter. Der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre – der untere Ösophagussphinkter – verhindert wie ein Ventil, dass dabei Speisebrei und aggressive Salzsäure in die Speiseröhre zurückfließen: Er sorgt mit Muskelanspannung und -entspannung dafür, dass beim Schlucken die Speise in den Magen gelangt, aber kein Mageninhalt zurückfließen kann. Bei der Achalasie kann der untere Ösophagussphinkter nicht erschlaffen, weil der Auerbach-Plexus ausgefallen ist.

Demnach ist der Mageneingang bei einer Achalasie so stark verschlossen, dass die Nahrung nicht vollständig in den Magen gelangen kann – der Bissen bleibt buchstäblich im Hals stecken. In der Speiseröhre entsteht dadurch ein erhöhter Druck, was dazu führt, dass sich die Speiseröhre in der Folge aufweitet.

Häufigkeit

Die Achalasie ist relativ selten: Sie zeigt sich jährlich mit einer Häufigkeit von weniger als 1 neuen Fall pro 100.000 Einwohnern. Sie kann in jedem Lebensalter entstehen, doch meistens tritt sie zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf.

Weiterlesen: Achalasie: Ursachen

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