Erbkrankheiten: Chromosomen

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (28. Juni 2010)

Jede menschliche Zelle besitzt einen Zellkern. Er enthält das Erbgut, die fadenförmige DNA, die ausgestreckt und aneinandergelegt fast zwei Meter lang ist. Damit die DNA in den mikroskopisch kleinen Zellkern passt, ist sie extrem spiralig aufgedreht und ineinander verwunden. Jeder DNA-Strang hat außerdem an sich schon eine verdrehte Struktur, die einer Wendeltreppe ähnelt (sog. DNA-Doppelhelix). Im Zellkern hat das Erbmaterial eine sehr kompakte und verdichtete Form – die DNA liegt nicht als ein einziger Strang vor, sie ist vielmehr in verschiedene Portionen aufgeteilt: die Chromosomen.

Man sieht eine blaugefärbte DNA-Doppelhelix © Jupiterimages/Hemera

Spiralig gewundene DNA-Doppelhelix

Jede Zelle besitzt 23 Chromosomen in doppelter Ausführung, insgesamt also 46. Eine Ausnahme sind die mütterliche Eizelle und die väterliche Samenzelle – sie besitzen nur einen einfachen Chromosomensatz, das heißt 23 Chromosomen. Bei der Zeugung eines Kindes kommen Ei- und Samenzelle zusammen. Die Zellen des Kindes enthalten dadurch wieder 46 Chromosomen.


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