Trotzphase: "Ich will aber!": Papa ist doof: Eifersucht in der Trotzphase

Veröffentlicht von: Till von Bracht (16. Mai 2014)

Kleine Kinder haben kein Problem, sich an mehrere enge Bezugspersonen zu gewöhnen – seien es Mutter und Vater oder die Großeltern. In der Trotzphase kann es jedoch vorkommen, dass sich das Kind eine einzige Hauptbezugsperson sucht und diese eifersüchtig bewacht.

Nicht selten wird dann jeder außer der Mutter (oder der Vater) ausgeschlossen: Nur sie darf den kleinen Trotzkopf füttern, ins Bett bringen oder anziehen. Sobald der Vater es versucht, folgen Schreiattacken, lautes Weinen und regelrecht ängstliches Verhalten. Manchmal sagt Ihr Kind dann auch Sätze wie "Papa ist doof" oder "Ich mag den Papa nicht".

Natürlich ist es als ausgeschlossene Person schwer, mit der Abfuhr klarzukommen. Trotzdem: Nehmen Sie sich das trotzige Verhalten nicht zu Herzen. Das Kind meint es nicht persönlich!

In der Trotzphase wissen Kinder noch nicht genau, wie sie mit Sprache umgehen müssen. Deshalb sagen sie manchmal Dinge, die sie nicht so meinen. Jeden Tag lernt Ihr Kind in der Trotzphase neue Wörter – und es muss ausprobieren, was diese Wörter bewirken können.

Manchmal hilft es, wenn Sie Ihrem Kind sagen, wie lieb Sie den Vater haben und dass er das Kind auch lieb hat. Erklären Sie zum Beispiel Ihrem Kind, warum Sie möchten, dass der Vater es heute ins Bett bringt.

Weigert sich Ihr Kind weiterhin mit Toben und Schreien, vom Vater ins Bett gebracht zu werden, überraschen Sie es oder lenken Sie es ab. Sagen Sie zum Beispiel: Welches dieser zwei Bücher möchtest du heute Abend lieber anschauen?"

Vor allem: Bleiben Sie gelassen. Die Trotzphase ist eine Phase – sie geht vorbei.


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