Trotzphase: "Ich will aber!": Das schmeckt nicht: essen in der Trotzphase

Veröffentlicht von: Till von Bracht (16. Mai 2014)

"Ihh, das mag ich nicht!" – Kinder entwickeln in der Trotzphase nicht nur ihren eigenen Kopf, sondern auch ihren eigenen Geschmackssinn. Dies führt dazu, dass selbst gute Esser in der Trotzphase auf einmal bestimmte Nahrungsmittel verweigern.

Auf der einen Seite testen sie, was es bedeutet, Dinge zu mögen oder nicht zu mögen. Auf der anderen Seite kann es tatsächlich passieren, dass Ihr Kind ein bestimmtes Lebensmittel einfach nicht mehr mag.

Unser Tipp: Experimentieren Sie mit der Art der Zubereitung! Wenn Ihr Kind aus irgendeinem Grund gekochte Kartoffeln nicht essen möchte, probieren Sie es stattdessen mit Bratkartoffeln oder Kartoffelbrei.

Viele Kinder essen Dinge auch lieber, wenn sie sie selber zubereitet haben. Binden Sie Ihr Kind beim Kochen mit ein und geben Sie ihm die Möglichkeit, zu helfen. Lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel die Kartoffeln ins Wasser legen oder den Kartoffelbrei zerstampfen.

Dennoch kommt es vor allem in der Trotzphase häufig vor, dass Kinder nicht essen möchten. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Essen – auch nicht mit Belohnungen ("dann gibt es Nachtisch") oder Strafen ("dann gibt es keinen Nachtisch"). Stattdessen sollten Sie Ihr Kind darum bitten, wenigstens zu probieren.

Wehrt sich Ihr Kind weiterhin gegen das Essen und spuckt es aus, können Sie ihm eine einfache Alternative anbieten – etwa ein Butterbrot. Diese Alternative sollte immer gleich bleiben. Verweigert Ihr Kind am nächsten Tag wieder das Essen, bieten Sie ihm wieder ein Butterbrot an. Machen Sie sich nicht die Mühe und kochen Sie erneut nur für Ihr Kind. Damit lernt es nur, dass Sie alles tun, was das Kind möchte.

Auch wenn Ihr Kind in der Trotzphase nicht essen möchte, sollten Sie die Nerven behalten. Machen Sie sich bewusst, dass noch kein gesundes Kind vorm vollen Teller verhungert ist.


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