Trotzphase: "Ich will aber!": Allgemeine Tipps

Veröffentlicht von: Till von Bracht (16. Mai 2014)

Schreien, schlagen, sich auf den Boden werfen: In der Trotzphase wird die Geduld der Eltern auf eine harte Probe gestellt. Auch wenn sich die Trotzphase grundsätzlich nicht vermeiden lässt – mit ein paar Tipps können Sie die Trotzphase für Sie und Ihr Kind erträglicher gestalten:

  • Ihr Kind braucht klare Grenzen, innerhalb derer es sich möglichst selbstständig bewegen darf.
  • Überprüfen Sie, ob die vielen kleinen "Neins" des Alltags alle sein müssen, oder ob nicht eine Handvoll zentraler Gebote ausreicht.
  • Vermeiden Sie Machtkämpfe. Das ist mitunter sehr schwierig und gelingt oft nicht. Hier ist Ihre Phantasie gefragt, einen Konflikt so aufzulösen, dass beide Seiten ihr Gesicht wahren können.
  • Umschiffen Sie möglichst knifflige Situationen, von denen Sie wissen, dass es Probleme geben kann.
  • Streiten Sie mit Ihrem Kind nicht in der Öffentlichkeit. Nehmen Sie es beiseite und reden Sie ruhig mit ihm. Das erspart sowohl Ihnen als auch dem Kind peinliche Situationen.
  • Kommt es dennoch zum handfesten Streit, ist es wichtig, sich wieder zu vertragen. Nach einem Trotzanfall sind Kinder oft sehr anlehnungsbedürftig.
  • Streiten sich zwei Kinder, ist es ratsam, sich grundsätzlich neutral zu verhalten. Oft ist es ohnehin nicht möglich zu entscheiden, wer angefangen hat. Zwei- bis Dreijährige benötigen dann meist konkrete Lösungsvorschläge. Sollten sich die Streithähne beispielsweise nicht mit dem umkämpften Spielzeug abwechseln können, ist es besser, das Streitobjekt aus dem Verkehr zu ziehen.
  • Heftige Streitereien unter Kindern bedeuten im Übrigen keineswegs automatisch, dass sie sich nicht leiden können. Meist spielen sie kurz darauf friedlich weiter, als wäre nichts geschehen.
  • Oft ist es hilfreich, auch das eigene Konfliktverhalten zu überprüfen. Kinder lernen vor allem am Beispiel ihrer Eltern. Leben Sie Ihrem Kind vor, dass aggressive Impulse durchaus kontrolliert werden können. Bedenken Sie aber, dass Ihr Kind noch einige Zeit braucht, bis es dazu ebenso in der Lage ist.

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