Selbstständig essen & trinken: Entwöhnung von der Flasche

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (31. Juli 2014)

Wenn Kinder, die ihre Flasche bereits selbstständig und sicher halten können (5.–12. Monat), "an der Flasche hängen", wird es Zeit für die Entwöhnung von der Flasche. Sie können jetzt das Trinken aus Becher oder Tasse lernen. Viele Kinder verlangen regelmäßig nach der Flasche – sei es nach dem Aufwachen, in der Mittagsruhe oder beim Zubettgehen. Dieses Dauernuckeln ist eine (schlechte) Angewohnheit, von der das Kind nicht ohne Weiteres los kommt. Doch es lohnt sich, den Flaschenentzug zu wagen:

  • Kinder, die zu lange regelmäßig an der Flasche nuckeln, riskieren bleibende Kieferverformungen wie den offenen Biss. Sprechstörungen können die Folge sein.
  • Abgesehen von den kieferdeformierenden Saugbewegungen bewirkt das Flaschentrinken die beständige Umspülung der Zähne, was die Speichelproduktion und damit den natürlichen Kariesschutz der Zähne vermindert.
  • Als regelrechte "Zahnkiller" erweisen sich vor allem (auch verdünnte) Obstsäfte aus der Flasche: Die Fruchtsäure erweicht den Zahnschmelz, sodass der Zucker voll zuschlagen kann. Das gilt auch für gesüßte Tees und Milchgetränke.

Viele Kinder kann man etwa ab dem 7. Monat, spätestens aber gegen Ende des 1. Lebensjahrs, an das Trinken aus einer Tasse gewöhnen. Zum Üben bieten sich zunächst Schnabeltassen oder spezielle Trinklernbecher mit Auslaufschutz an. Alternativ können Sportflaschen mit Wasser oder ungesüßtem Tee gefüllt werden. Dauerhaft sollte zu Hause jedoch eine Tasse oder ein Becher verwendet werden und die Sportflasche nur als Begleiter bei Unternehmungen dienen.


Wie lange wurde Ihr Kind gestillt?