Nachtschreck (Pavor nocturnus) bei Kindern: Tipps bei Nachtschreck

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Dezember 2014)

Schreckt ein Kind regelmäßig aus dem Schlaf hoch, ist dies vor allem für die Eltern belastend. Zu wissen, was Nachtschreck (Pavor nocturnus) genau ist und dass es sich dabei meist um ein harmloses Phänomen handelt, bedeutet für die Erziehungsberechtigten darum eine große Erleichterung.

Wer nun noch ein paar einfache Tipps beherzigt, um auslösende Faktoren zu minimieren, kann den Nachtschreck oft verhindern oder zumindest die Anzahl der Anfälle verringern.

Tipps bei Nachtschreck:

  • Informieren Sie sich! Wenn Eltern über Nachtschreck Bescheid wissen, verliert das bizarre Verhalten des Kindes rasch seinen Schrecken.
  • Achten Sie auf eine gesunde Schlafhygiene! Zur Schlafhygiene gehören regelmäßige Bettzeiten und Einschlafrituale. Zudem sollte das Kind immer ausreichend Schlaf bekommen. Viel Bewegung an der frischen Luft fördert den Schlaf!
  • Helfen Sie Ihrem Kind, sich zu entspannen! Entspannung kann die Häufigkeit von Nachtschreck senken. Bereits für Kinder ab sechs Jahren sind spezielle Entspannungstechniken geeignet, die dem autogenen Training ähneln. Am besten ist es, diese Methoden regelmäßig vor dem Zubettgehen im Sitzen anzuwenden, damit das Kind nicht einschläft.
  • Sorgen Sie für eine sichere Schlafumgebung! Dies gilt auch, wenn Kinder sich nur selten während eines Nachtschreck-Anfalls verletzen.
  • Informieren Sie auch andere Personen! Wenn Ihr Kind beispielsweise woanders übernachten möchte, ist es wichtig, dass die jeweiligen Betreuungspersonen Bescheid wissen.
  • Beunruhigen Sie Ihr Kind nicht! In den meisten Fällen kann sich Ihr Sprössling nach dem Aufwachen an nichts mehr erinnern. Es ist nicht notwendig, ihm von den nächtlichen Ereignissen zu berichten – dies könnte dazu führen, dass das Kind Angst vor dem Einschlafen bekommt.
Eine Mutter liest ihrem Kind im Bett aus einem Buch vor. © Jupiterimages/iStockphoto

Einschlafrituale sind wichtig.

Nicht wecken!

Ein weiterer wichtiger Tipp zum Nachtschreck bei Kindern lautet: Starten Sie keine massiven Weckversuche – es sei denn, Ihr Sprössling gefährdet sich selbst! Plötzliches Wecken könnte dazu führen, dass das Kind verwirrt ist, aggressiv oder ängstlich reagiert und nur schwer wieder einschläft. Sorgen Sie nur dafür, dass sich Ihr Kind nicht verletzen kann, und warten Sie, bis es wieder normal weiterschläft. Sie können während des Pavor nocturnus leise und beruhigend auf Ihr Kind einreden und versuchen, es gegebenenfalls ins Bett zu führen.


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