Nachtschreck (Pavor nocturnus) bei Kindern: Nachtschreck bei Erwachsenen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Dezember 2014)

Der Nachtschreck (Pavor nocturnus) sucht Erwachsene nur selten heim: Nach Schätzungen kommt ein behandlungsbedürftiger Nachtschreck bei weniger als einem von hundert Erwachsenen vor. Wer im Erwachsenenalter öfter aus dem Schlaf hochschreckt, sollte sich aber sicherheitshalber im Schlaflabor untersuchen lassen, um andere Erkrankungen (wie etwa eine Epilepsie) auszuschließen.

Auch wenn der Nachtschreck harmlos ist, erleben Erwachsene ihn oft als sehr belastend – selbst, wenn die Anfälle nur ein- oder zweimal im Monat auftreten. Viele haben Angst, bei einer Übernachtung in fremder Umgebung unangenehm aufzufallen – etwa durch den lauten Schrei, mit dem der Pavor nocturnus häufig einhergeht.

Achten Sie auf …

  • … eine sichere Schlafumgebung: Während Kinder sich während des Schlafs nur selten verletzen, kann dies bei Erwachsenen eher vorkommen, wenn sie anschließend schlafwandeln. So neigen manche Erwachsene dazu, nach dem Aufwachen die Wohnung zu verlassen oder aus der Panik heraus zu handeln. Oft reicht es schon aus, den Wohnungsschlüssel an einem weiter entfernten Ort zu platzieren, um vorzubeugen.
  • … ausreichend Entspannung: Für Erwachsene mit Nachtschreck sind Techniken wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung empfehlenswert.
  • … feste Schlafenszeiten: Regelmäßiger Schlaf kann dem Nachtschreck entgegenwirken. Durchwachte Nächte oder übermäßiger Alkoholkonsum hingegen können den Pavor nocturnus eher fördern.

Beim Nachtschreck kann für Erwachsene auch das sogenannte antizipatorische (= vorwegnehmende) Wecken hilfreich sein: Bitten Sie hierzu zunächst jemanden, zu notieren, zu welchen Uhrzeiten der Pavor nocturnus auftritt. In Zukunft lassen Sie sich dann etwa 15 bis 30 Minuten vor dem erwarteten Anfall wecken, nach einigen Minuten können Sie dann weiterschlafen.

Tritt der Nachtschreck trotz dieser Maßnahmen weiterhin auf, kann eine Psychotherapie für Sie sinnvoll sein – zum Beispiel eine Verhaltenstherapie: Dabei lernen Sie etwa, mit Stresssituationen und den damit verbundenen Verhaltensweisen und Gedanken gelassener umzugehen. Nur in Einzelfällen verschreibt der Arzt Medikamente, um den Pavor nocturnus bei Erwachsenen zu behandeln.


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