Lernen und Bewegung bei Kindern: Bewegung und Gehirn

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Januar 2013)

Bewegung hat einen positiven Einfluss auf das Gehirn und seine Arbeit. Je mehr Sinnesorgane ein Mensch zur Aufnahme von Informationen nutzt, desto einfacher kann Wissen gespeichert werden. Wer etwas ausschließlich liest oder hört wird in der Regel später weniger wiedergeben können als jemand, der aktiv etwas tut. So wird eine Person, die ein Kochrezept nur liest, weniger behalten als ein Mensch, der tatsächlich schon einmal das Gericht gekocht hat.

Wenn Kinder in Bewegung sind, können sie am besten lernen, da beide Gehirnhälften enger zusammen arbeiten. Bewegungsübungen können sogar dabei helfen, Konzentrationsprobleme zu beheben.

Ein Säugling verfügt bei der Geburt über mehr als 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn. Eine Nervenzelle ist aber erst dann funktionstüchtig, wenn sie mit mindestens einer anderen Nervenzelle verknüpft wird. Nur dann können Informationen weitergeleitet werden.

Diese Verknüpfungen (Synapsen) entstehen, wenn das Gehirn äußeren Reizen ausgesetzt wird. Das Hirn steht somit in enger Interaktion mit dem Körper und den Sinnesorganen. Aktivität spielt hierbei eine wichtige Rolle: Bewegung unterstützt Nervenzellen im Gehirn dabei, mit anderen Nervenzellen Verbindungen einzugehen – ein Lernprozess findet statt. Zudem wird das Gehirn besser durchblutet – dies regt die Hirnaktivität an.

Bewegung führt außerdem dazu, dass Stresshormone abgebaut werden. Wenn sich ein Kind viel bewegt, werden die motorischen Zentren des Gehirns aktiviert, welche eng mit Informationsverarbeitung und Lernen verknüpft sind.


Wie lange wurde Ihr Kind gestillt?