Schlechte Esser: Obst-/Gemüse-Verweigerer

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (02. Juni 2016)

Viele Kinder mögen entweder kein Obst oder kein Gemüse, selten wird beides verweigert. Auch hier gilt wieder: Es darf kein Zwang aufgebaut werden!

Mag Ihr Kind nur bestimmte Obst- oder Gemüsesorten nicht, können Sie diese einfach durch eine Alternative ersetzen. Anstelle der Möhre nehmen Sie zum Beispiel Kürbis, aber keines dieser Gemüse ist zwingend notwendig für eine gesunde Ernährung, es gibt viele Alternativen.

Für kategorische Verweigerer können gesunde Lebensmittel heimlich in der Mahlzeit versteckt werden. Eintöpfe, Gemüsekuchen, Aufläufe oder gedeckte Obstkuchen kommen bei vielen Obst- und Gemüsemuffeln an, auch wenn sie die unbeliebten Lebensmittel enthalten. Viele Kinder mögen einige Lebensmittel auch in bestimmter Konsistenz nicht. Darum lohnt es sich oft, abgelehntes Gemüse in verschiedener Zubereitung (roh, gegart, bissfest, weichgekocht, gerieben, püriert, ...) anzubieten.

Auch sollten Sie trotz Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel das Angebot nicht einschränken. Wenn geschnittenes Obst und Gemüse bei jeder Mahlzeit als Snack mit auf dem Tisch steht, greifen viele Kinder irgendwann doch einmal zu.

Bieten Sie darum abgelehnte Dinge immer wieder an, ohne dabei Druck aufzubauen oder die Ablehnung in irgendeiner Form zu kommentieren.

Und zuletzt sollte immer bedacht werden, dass Kleinkinder erst noch einen Geschmack entwickeln müssen. Was jetzt noch unbeliebt ist kann ein Jahr später zur Lieblingsspeise aufsteigen – solange nicht versucht wird, dass Essen bestimmter Nahrungsmittel zu erzwingen.


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