Kinderentwicklung – das vierte Lebensjahr: Körperliche Entwicklung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. November 2010)

Kleinkinder entwickeln sich unterschiedlich schnell. Während viele von ihnen im 4. Lebensjahr nicht mehr Einnässen, brauchen andere etwas länger. Im Allgemeinen verläuft die Entwicklung bei Mädchen etwas schneller als bei Jungen.

Einnässen mit Vier ist o.k.

Einnässen gehört zu den häufigsten Störungen im Kindesalter. Gut zehn Prozent aller Siebenjährigen haben noch damit zu kämpfen, Jungen etwa doppelt so häufig wie Mädchen. Kinderärzte raten dazu, bis zum 6. Lebensjahr der Kinder Ruhe zu bewahren und vor allem keinen Druck aufzubauen. Sollte Ihr Kind mit vier Jahren noch nicht trocken sein, brauchen Sie sich im Allgemeinen keine Sorgen zu machen.

Meist lernen Kinder spätestens nach dem 3. Geburtstag von alleine, ihre Blase allmählich zu kontrollieren. Erst tagsüber, dann auch mit der Zeit nachts. Eine besondere „Sauberkeitserziehung“ ist dabei in etwa so wirksam wie ein Schnupfenmittel: Ohne Medikament dauert der Schnupfen eine Woche, mit sieben Tage. Von Einnässen (Enuresis) spricht man erst, wenn Kinder sich auch nach dem 5. Geburtstag mehrmals im Monat nachts oder tagsüber nass machen.

Mediziner unterscheiden die sogenannte primäre von der sekundären Enuresis. Bei der primären Enuresis waren die Kinder noch nie über einen längeren Zeitraum trocken. Oftmals ist der Grund eine verzögerte körperliche Entwicklung, die sich bald von selbst einstellt. Bei der sekundären Enuresis nässen Kinder plötzlich wieder ein, obwohl sie bereits mehrere Monate lang „trocken“ waren. Hintergrund sind oft einschneidende seelische Erlebnisse wie die Geburt eines Geschwisterkinds, die Trennung der Eltern oder Ähnliches. Manchmal ist die Ursache auch ein unentdeckter Harnwegsdefekt.

Drängen Sie Ihr Kind nicht zum „Sauberwerden“. Dadurch kann die Entwicklung zu einer selbstständigen Blasen- und Darmkontrolle nicht beschleunigt werden.


Wie lange wurde Ihr Kind gestillt?