Kinderentwicklung – das vierte Lebensjahr: Geistige Entwicklung, Emotionen und Lernen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. November 2010)

Im 4. Lebensjahr beginnen Kinder unter anderem, sich für Zahlen zu interessieren. Meist ganz nebenbei und durchaus im ureigenen Interesse, wenn es beispielsweise darum geht, beim Verteilen von Bonbons gegenüber anderen Kindern nicht in Nachteil zu geraten. Oft lernen sie in dieser Zeit als erstes, ihre fünf Finger an der Hand abzuzählen. Bald halten sie auf Nachfrage vier Finger in die Höhe, um bekannt zu geben, wie alt sie demnächst werden.

Zählen

Überhaupt eignen sich Zahlen hervorragend dazu, spielerisch erlernt zu werden: Kinder lieben es, kleine Mengen (bis fünf) zu bestimmen: Die Anzahl der Familienmitglieder, der Stühle am Tisch, der Apfelstückchen auf dem Teller. Gibt es einen Aufzug im Haus, lernen Kinder schnell die Bezeichnungen der Stockwerke und damit auch die Grundzahlen kennen. Auch die eigene Hausnummer sowie die der besten Freundinnen und Freunde sind von lehrreichem Interesse.

Erzeugen Sie aber keinen Leistungsdruck. Knapp Vierjährige sind noch weit davon entfernt, einen echten Mengenbegriff zu haben. Ebenso wenig, wie sie bereits den Unterschied zwischen einer Woche und einem Monat begreifen, haben sie eine Vorstellung davon, dass zwanzig doppelt so viel ist wie zehn. Im Grunde reicht es fürs Erste, wenn sie ganz im archaischen Sinn den Unterschied zwischen viel und wenig verstehen. Der Rest kommt – wie so vieles – von selbst.

Erste Zeichnungen

Zwischen dem 36. und dem 48. Lebensmonat können Sie erste menschliche Gestalten auf den Zeichnungen Ihres Sprösslings erkennen. Während Kinder vor dem 30. Lebensmonat in der Regel nur eckige und ab dem 30. Lebensmonat auch runde Formen aufs Papier bringen, sind sie nun in der Lage, sogenannte Kopffüßler zu zeichnen.


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