Gesunde Ernährung für Kinder: Gesunde Tipps für den Alltag

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (10. Mai 2016)

Gesunde Ernährung für Kinder – schön und gut. Aber wie soll man das im Alltag umsetzen, wenn das Kind nicht mitmacht?

  • Kinder wollen einbezogen und ernstgenommen werden! Ein Kind, das bei der Zubereitung des Essens helfen darf, isst diese im Anschluss noch lieber, als wenn ihm das Essen einfach vorgesetzt wird.
  • Es ist auch hilfreich, sein Kind einmal nach seinen Wünschen zu fragen. Da kann natürlich auch einmal etwas Ungesundes dabei sein – wenn die Ernährung darum herum aber ausgewogen ist, ist auch das kein Problem. Und vielleicht werden Sie auch überrascht!
  • Für Kinder besonders wichtig: Struktur beim Essen. Ein Kind, das regelmäßige Mahlzeiten (morgens, mittags, abends) bekommt, ernährt sich gesünder als ein Kind, das zu unregelmäßigen Zeiten isst. Wenn man die Mahlzeiten dann noch gemeinsam einnimmt und sie (im Rahmen des Möglichen) zu besonderen Familienzeiten werden lässt, essen die meisten Kinder auch gut und gerne.
  • Decken Sie den Tisch gemeinsam mit Ihrem Kind – und decken Sie ihn auch gemeinsam wieder ab.
  • Essen Sie immer am Tisch und im Sitzen – wer herumläuft oder nebenbei fern sieht, ist zu sehr abgelenkt und verlernt das gesunde Essen.
  • Kinder, die außerhalb der Hauptmahlzeiten Hunger haben, sollten diesen stillen dürfen – mit Ausnahme einer Stunde vor dem Mittag- oder Abendessen, da sich sonst die festen Zeiten auf Dauer verschieben. Zwischenmahlzeiten wie ein Joghurt, eine Scheibe Brot, ein Apfel oder eine Banane füllen die Energiespeicher wieder auf. Es darf aber auch einmal ein Stück Kuchen oder eine Handvoll Kekse sein. Andererseits sollte ein Kind aber auch nur dann essen, wenn es Hunger hat. Ist das zu einer Hauptmahlzeit nicht der Fall, muss es auch nichts essen.
  • Ihr Kind sollte nicht ständig essen und nicht ständig Essen angeboten bekommen. Drei Hauptmahlzeiten und bei Bedarf eine Zwischenmahlzeit zwischen den Hauptmahlzeiten reichen völlig aus.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genug trinkt: drei bis fünf Gläser Wasser, Tee oder Saftschorle am Tag.
  • Essen sollte niemals als Belohnung oder Bestrafung verwendet werden. Das ist der Grundstein für späteres gestörtes Essverhalten.
  • Ernähren Sie Ihr Kind abwechslungsreich! Im ersten Lebensjahr gilt das Gegenteil, weil Babys ihren Geschmackssinn erst noch entwickeln müssen und dafür Zeit brauchen. Später aber wird Monotonie schnell langweilig. Abwechslung und viel Buntes gehört zu einer gesunden Ernährung für Kinder unbedingt dazu!
  • Leben Sie die gesunde Ernährung vor! Das ist die einfachste Art, Ihr Kind zu einem gesunden Esser zu erziehen.
  • Loben Sie Ihr Kind, wenn es ein unbekanntes oder unbeliebtes Nahrungsmittel zumindest probiert, auch wenn es dieses anschließend trotzdem nicht isst.
  • Bieten Sie immer wieder – ohne Druck – unbekannte oder unbeliebte Nahrungsmittel an. Der Geschmack Ihres Kindes kann sich sehr plötzlich ändern.
  • Der Teller muss nicht leergegessen werden! Achten Sie lieber darauf, dass er erst gar nicht zu voll wird.

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