Geschwister: Geschwisterstreit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2013)

Auch wenn die erste Eingewöhnungsphase für das Erstgeborene schwierig ist – mit der Zeit lieben sich Geschwister lieben sich im Allgemeinen heiß und innig, auch wenn sie dies unter Umständen nur selten zeigen. Genauso leidenschaftlich scheinen sie sich gelegentlich auch zu hassen – nicht selten kommt es zu Geschwisterstreit. Besonders wenn Kinder noch klein sind und ihnen nicht nur die verbalen Fähigkeiten, sondern auch angemessene Konfliktlösungsstrategien fehlen, verhalten sie sich gerne wie Katz und Maus – mitunter von morgens bis abends. Das zerrt gehörig an den Nerven der Eltern. Was tun?

  • Kommt eines der Kinder zu Ihnen, um sich über den Bruder oder die Schwester zu beschweren, bleiben Sie möglichst neutral. Schließlich haben Sie den Beginn des Streits nicht mitbekommen. Besser ist es, beide Seiten anzuhören und nach einem Vorschlag zur Güte zu fragen.
  • Mischen Sie sich möglichst nicht ein, wenn Sie aus dem Nebenzimmer mitbekommen, dass Ihre Kinder sich streiten. So haben die Streithähne die Gelegenheit, eigenständig einen Kompromiss zu finden und sich wieder zu vertragen.
  • Anders verhält es sich, wenn der Streit zu eskalieren droht und die Kinder sich schlagen oder anderweitig verletzen. Oder wenn ein Kind das andere bewusst in Ihrem Beisein provoziert. Dann sollten Sie Stellung beziehen – allerdings nicht richten.

Wenn Ihre Kinder sich regelmäßig streiten, muss das nicht heißen, dass sie sich nicht leiden können. Sie kämpfen lediglich immerzu um ihre Position – auch und vor allem um den besten Platz im Herzen ihrer Eltern. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich Mutter und Vater grundsätzlich neutral verhalten. Anderenfalls droht, was hinter ungezählten Erbschaftsstreitereien steckt: das Gefühl, schon immer zu kurz gekommen zu sein, und der letzte verzweifelte Versuch, Gerechtigkeit zu erfahren.


Wie lange wurde Ihr Kind gestillt?