Kinder spielen: Basteln und Malen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. September 2016)

Basteln und Malen macht Kindern nicht nur Spaß, es trainiert ganz nebenbei auch die Feinmotorik. Spätestens im Kindergarten lernen Kinder, mit Schere und Klebstoff umzugehen und bringen voller Stolz die kleinen Bastelwerke und Gemälde mit nach Hause.

Zwar lässt das handwerkliche Vermögen der Kleinkinder in dem Alter noch zu wünschen übrig. Aber zumeist ist die Lust der Kinder am Basteln schnell geweckt – mit der Schere kann man aus buntem Papier tolle Sachen ausschneiden und gelegentlich auf eigenwillige Weise wieder zusammenzufügen.

Kleine Kinder freut es ungemein, wenn sie lernen, mit Dingen umzugehen, die bislang nur den Großen vorbehalten waren. Bei entsprechender Anleitung kann mit einer Kinderschere beim Basteln nichts allzu Schlimmes passieren. Es empfiehlt sich allerdings, das Kind darauf einzuschwören, nur Papier und nicht auch Tischdecken oder Vorhänge etc. zu zerschneiden. Als Klebstoffe eignen sich alle lösungsmittelfreien Flüssigkleber, Klebstifte sowie Tesafilm.

Ein Mädchen malt. © iStock

Malen kann man nicht nur auf dem Papier.

Bis Ihr Kind selbstständig etwas basteln kann, vergeht noch einige Zeit. Bis dahin aber trainiert es mit der Schere seine Feinmotorik und lernt nicht zuletzt, was sich zusammenkleben lässt und was nicht. Setzen Sie sich einfach zusammen mit Ihrem Kind an den Basteltisch und werkeln Sie am besten an einem eigenen Projekt. Möglicherweise lässt sich Ihr Kind davon inspirieren.

Drängen Sie ihm dabei jedoch keine Ideen oder Hilfestellungen auf, sondern warten Sie lieber ab, bis es Sie von selbst um Hilfe bittet. So fördern Sie eigenständige, kreative Ideen bei Ihrem Kind.

Malen macht bereits kleinen Kindern viel Spaß. Wenn Kinder im Alter von etwa eineinhalb bis zwei Jahren malen, setzen sie noch ihren ganzen Körper ein: Die ganze Faust hält den Stift und Malbewegungen werden mit dem ganzen Arm ausgeführt. Bieten Sie Ihrem Kind deshalb am besten stets große Papierbögen an (z.B. von einer alten Tapetenrolle). So treffen die Stifte in den kleinen Fäusten beim Malen zum einen eher das Papier, zum anderen schützen Sie auf diese Weise Ihren Fußboden oder den Holztisch vor zufälligen Verzierungen.

Erst im Alter von drei bis vier Jahren beginnen Kinder figürlich zu malen. Bis dahin steht noch die Erfahrung im Vordergrund, mit einem Stift in der Hand Striche auf Papier bringen und damit einen Effekt erzielen zu können. Vielleicht landen auch schon große Kreise auf dem Papier sowie ein paar einzelne Striche und Punkte. Noch besser und beliebter als Stifte, aber auch ein riskanter für Böden, Wände und Tische, sind Fingerfarben, mit denen sich herrlich herummantschen und alles voll Farbe machen lässt.

Mit Fingerfarben lässt sich aber auch gut auf Fenster oder Bakon- und Terassentüren malen. Diese lassen sich oft besser abwischen als Tische und Böden.

Figürliches Malen setzt eine entwickelte Feinmotorik und Koordination sowie entsprechende geistige Fähigkeiten voraus, die sich umso selbstverständlicher einstellen, je früher und ungehemmter Kinder mit Farben, Papier und anderen Materialien umgehen dürfen. Alles braucht seine Zeit.


Wie lange wurde Ihr Kind gestillt?