Babyschwimmen, Kinderschwimmen: Babyschwimmen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (12. Mai 2016)

Babyschwimm-Kurse sind sehr beliebt, auch und gerade bei Vätern, die sich an der "Action" mit dem Nachwuchs erfreuen und dabei gleichzeitig der Partnerin ein paar kinderfreie Stunden beschweren. Ist das Kind gesund, spricht nichts dagegen, schon wenige Monate nach der Geburt mit dem Säugling ins Wasser zu gehen.

Allerdings lernen Säuglinge beim Babyschwimmen keinesfalls schwimmen oder tauchen. Dazu sind erst Kleinkinder in der Lage, die nach und nach die notwendigen motorischen Fähigkeiten entwickeln.

Aus diesem Grund handelt es sich beim Babyschwimmen eigentlich um eine spezielle Form der Eltern-Kind-Gymnastik. Ungeborene verbringen bis zur Geburt zwar neun Monate im Fruchtwasser, doch das bedeutet nicht, dass Neugeborene schwimmen können. Sie bringen auch keineswegs natürliche Voraussetzungen mit, sich gefahrlos unter Wasser aufhalten zu können.

Untergetauchte Säuglinge werden bis etwa zum sechsten Lebensmonat von einem natürlichen Atemschutzreflex davor bewahrt, Wasser einzuatmen. Trotzdem können Sie bei Tauchübungen gefährlich viel Wasser schlucken.

Ein Baby schwimmt unter Wasser und wird von seiner Mutter gehalten. © Jupiterimages/iStockphoto

Schon wenige Monate alte, gesunde Erdenbürger können die ersten Erfahrungen im Wasser machen.

Sicherheitsempfehlungen

Die "Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention" hat folgende Empfehlungen zusammen gestellt, nach denen Sie gefahrlos einen Babyschwimm-Kurs besuchen können:

  • Babyschwimmen ist eine besondere Form der Eltern-Kind-Gymnastik, die im Wasser gezielte Bewegungsabläufe unterstützt sowie besondere Hautreize setzt.
  • Wie bei allen Formen der allgemeinen Säuglingsgymnastik ist der Eltern-Kind-Kontakt wichtiger, als irgendwelche Leistungen zu erbringen.
  • Babyschwimmen sollte nur in dafür zugelassenen und regelmäßig überprüften Einrichtungen durchgeführt werden.
  • Für körperbehinderte Kinder und insbesondere Säuglinge mit einer Spastik kann sich diese spezielle Form der Wassergymnastik besonders gut eignen.
  • Sich im frühen Alter an das Wasser zu gewöhnen ist sinnvoll, ersetzt aber keinesfalls, zu einem geeigneten Zeitpunkt das richtige Schwimmen zu erlernen.

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