Wann nicht impfen?: Akute Erkrankungen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (28. Februar 2014)

Ob und wann es nicht ratsam ist, sich impfen zu lassen, hängt vor allem von Ihrem Gesundheitszustand ab: Gegen eine Impfung sprechen zum Beispiel akute Erkrankungen: Solange eine akute Erkrankung besteht, die eine Behandlung nötig macht, ist es ratsam, sich nicht impfen zu lassen. Einen Sonderfall bildet die sogenannte postexpositionelle Impfung – das ist eine vorbeugende Impfung, die direkt nach einer (möglichen) Ansteckung mit Krankheitserregern erfolgt und den Ausbruch der Erkrankung verhindern oder zumindest deren Verlauf abschwächen soll. Postexpositionelle Impfungen kommen beispielsweise oft gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) oder auch gegen Tollwut zum Einsatz.

Auch banale Infektionen sind kein Grund, geplante Impfungen zu verschieben: Wenn die Körpertemperatur nicht mehr als 38,5 Grad Celsius beträgt, das Allgemeinbefinden nicht oder kaum beeinträchtigt ist und sowohl Krankheitsgeschichte als auch Beschwerden gegen den Beginn einer schweren Erkrankung sprechen, kann und sollte die Impfung erfolgen. Vorangegangene Fieberkrämpfe beim Impfling sind ebenfalls keine Gegenanzeige für Impfungen.

Allergien

Weitere Gründe, sich nicht impfen zu lassen, können unter Umständen Allergien sein: Impfstoffe enthalten neben dem eigentlichen Wirkstoff verschiedene Zusätze wie Stabilisatoren, Antibiotika oder Verstärkerstoffe (Hilfsstoffe). Diese können allergische Reaktionen auslösen. Sind Sie beispielsweise gegen Hühnereiweiß allergisch, vertragen Sie keine Impfstoffe, die Hühnereiweiß enthalten. Wenn Sie oder Ihre Kinder nach einer Impfung mögliche Anzeichen einer Allergie (wie z.B. Schwellungen, Atembeschwerden oder allergischer Schock) entwickeln, teilen Sie dies unbedingt Ihrem Arzt mit.

Immunstörungen

Eine Immunstörung bedeutet nicht grundsätzlich, dass man die Betroffenen nicht impfen darf. Allerdings sollten bei Menschen mit Immunstörungen nach Möglichkeit keine Lebendimpfstoffe zur Impfung zum Einsatz kommen. Dies betrifft Menschen, die HIV oder Tumoren haben oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem künstlich unterdrücken (z.B. nach einer Transplantation oder bei Autoimmunerkrankungen).