Schutzimpfung kontrovers diskutiert: Behauptung 4 und 5

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. April 2014)

Manche Eltern entscheiden sich wegen ihrer Sorgen um Impfrisiken, ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Auch Impfgegner sehen in einer Impfung nur die Nachteile, was in folgender Behauptung zum Ausdruck kommt:
"Die Wirkung und die Langzeitfolgen von Impfstoffen und Impfungen sind größtenteils völlig unbekannt und überhaupt nicht abzuschätzen. Auch treten sie vielleicht erst nach Jahrzehnten auf."

Auch diese Behauptung der Impfgegner ist ein Einwand, der grundsätzlich richtig ist. Dem ist entgegenzuhalten, dass Schutzimpfungen zwar möglicherweise mit unbekannten Impfrisiken verbunden sein können – Krankheitsrisiken sind jedoch nachweislich vorhanden und bekannt. Und zur Schutzimpfung sind laut Arzneimittelrecht nur Impfstoffe zugelassen, die nachweislich ihren Zweck erfüllen – also im Körper eine Immunisierung bewirken, die zukünftige Infektionen verhindern oder zumindest in ihrem Verlauf abschwächen kann.

Behauptung 5

Die folgende häufig zitierte Impfkritik bezieht sich auf weitere angeblich mit Impfungen verbundene Nachteile:
"Aufgrund der zunehmenden Impfungen entwickeln besonders Kinder und Jugendliche in den letzten 30 Jahren immer häufiger allergische Erkrankungen."

Um die Richtigkeit dieser Behauptung zu überprüfen, kann man die Häufigkeit von Allergien in der ehemaligen DDR, in der eine Impfpflicht bestand, mit denen in der Bundesrepublik Deutschland vergleichen. Dieser Vergleich zeigt: Die durchweg geimpften Kinder und Jugendlichen der Ex-DDR entwickelten erheblich seltener Allergien als die weniger häufig geimpften in der Bundesrepublik. Seit der Wiedervereinigung steigt die Allergiehäufigkeit in den östlichen Bundesländern und bewegt sich zunehmend auf das Niveau der alten Bundesländer zu.