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Impfstoffe im Überblick

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Mai 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Impfstoffe dienen dazu, einen lang anhaltenden Schutz vor bestimmten Krankheitserregern zu schaffen. Als Schutzimpfung verabreicht, helfen diese Substanzen, viele verschiedene Infektionskrankheiten einzudämmen oder gar auszurotten.

Impfstoffe stoßen die aktive Immunisierung (Vakzination) des Körpers gegen bestimmte Krankheitserreger an: Wenn der Impfstoff in den Körper gelangt (z.B. per Spritze oder Schluckimpfung), bringt er ihn dazu, sich aktiv gegen bestimmte Krankheitserreger zu wehren, indem das körpereigene Abwehrsystem selbst eine Immunität speziell gegen diese Erreger aufbaut. Dies funktioniert, weil der Impfstoff einen körperfremden Stoff (ein sog. Antigen – wie den Bestandteil eines Krankheitserregers) enthält, der im Körper eine spezifische Immunreaktion auslöst:

Das Immunsystem reagiert auf eindringende Antigene (d.h. auf eine Ansteckung mit Krankheitserregern ebenso wie auf Impfstoffe), indem es gegen diese Antigene gerichtete Antikörper und Gedächtniszellen bildet. Diese stehen dann bei einer erneuten Ansteckung mit dem Erreger sofort bereit, um ihn abzuwehren und auszuschalten. Nach einer Impfung laufen also dieselben Abwehrmechanismen ab, mit denen sich der Körper auch gegen "normale" Infektionen wehrt.

Je nach Erreger beziehungsweise eingesetztem Impfstoff-Typ verleiht die aktive Schutzimpfung eine länger andauernde bis lebenslange Immunität gegen die jeweilige Infektionskrankheit. Bei Impfungen ist es jedoch wichtig, dass die eingesetzten Impfstoffe nicht wirklich krank machen oder auf andere Art schädigen.

Darum enthalten moderne Impfstoffe nur kleine Mengen abgetöteter oder abgeschwächter Erregerteile, die selbst keine ernsthafte Erkrankung hervorrufen können. Dies stellt sicher, dass die aktive Immunisierung gut verträglich und kaum mit Nebenwirkungen verbunden ist.

Nach ihren Bestandteilen lassen sich Impfstoffe in zwei Hauptgruppen unterteilen:

Man kann sie einzeln oder teilweise auch in Kombination verabreichen (sog. Kombinationsimpfstoffe zur Mehrfachimpfung). Darüber hinaus eröffnen sich – zum Beispiel durch rekombinante Impfstoffe oder DNA-Impfstoffe – alternative Verfahren zur Herstellung von Impfstoffen und zur Immunisierung.


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