Impfstoffe im Überblick: Totimpfstoff

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Mai 2014)

Impfstoffe, die abgetötete oder nicht vermehrungsfähige Krankheitserreger oder nur Teile von Krankheitserregern enthalten, bezeichnet man als Totimpfstoffe. Trotz seiner Zusammensetzung sorgt ein Totimpfstoff für eine ausreichende aktive Immunisierung: Oft genügt ein einziges typisches Merkmal eines Erregers im Impfstoff, um das Immunsystem dazu anzuregen, Antikörper zu bilden und so einen Impfschutz aufzubauen.

Ein Vorteil der Impfung mit einem Totimpfstoff besteht darin, dass eine Erkrankung durch den Impfstoff ausgeschlossen ist. Allerdings haben Totimpfstoffe den Nachteil, dass ihre immunisierende Wirkung nicht so lange anhält wie die Immunisierung durch einen Lebendimpfstoff.

Bei der Totimpfstoff-Herstellung kommen chemische oder physikalische Maßnahmen zur Anwendung, welche die Krankheitserreger oder ihre Bestandteile inaktivieren: Beispielsweise werden die Erreger mit Formalin behandelt oder erhitzt. Die für die Aktivierung des Impfschutzes verantwortlichen Antigene (= Fremdeiweißstoffe, die im Körper die Bildung von Abwehrstoffen gegen sich selbst bewirken) sind inzwischen auch gentechnisch herstellbar, wie etwa das Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen.

Bei der Impfung gegen folgende Erkrankungen kann jeweils ein Totimpfstoff zum Einsatz kommen:

Nicht-zelluläre Impfstoffe

Wenn Impfstoffe vom Totimpfstoff-Typ nur Bruchstücke eines Krankheitserregers enthalten, bezeichnet man sie als nicht-zelluläre Impfstoffe. Die darin enthaltenen Bruchstücke müssen nur ein einziges typisches Merkmal des Erregers enthalten, um das Immunsystem dazu zu bringen, gegen diesen Erreger gerichtete Antikörper zu bilden. Ein Beispiel für nicht-zelluläre (oder azelluläre) Impfstoffe ist die Impfung gegen Keuchhusten.

Toxoidimpfstoff

Toxoidimpfstoffe sind Impfstoffe, die als wirksame Bestandteile Toxoide enthalten – das sind Gifte (bzw. Toxine), deren giftige Eigenschaften man künstlich zerstört hat. Ein Toxoidimpfstoff stellt eine Sonderform der Totimpfstoffe dar. Toxoidimpfstoffe eignen sich dann zur Immunisierung, wenn nicht der Krankheitserreger selber, sondern sein Gift die hauptsächlichen Krankheitssymptome hervorruft. Ein Toxoidimpfstoff kommt beispielsweise zum Einsatz bei der Impfung gegen: