Impfstoffe im Überblick: Rekombinante Impfstoffe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Mai 2014)

Neben den chemischen oder physikalischen Verfahren zur Herstellung klassischer Impfstoffe besteht die Möglichkeit, mithilfe der Gentechnik sogenannte rekombinante Impfstoffe zu entwickeln. Ein rekombinanter Impfstoff basiert auf einer Kombination aus zwei Mikroorganismen:

  1. dem Krankheitserreger (bzw. seiner DNA) und
  2. einer Zelle.

Oft reicht ein einziges markantes Merkmal von der Oberfläche eines Krankheitserregers aus, um das Immunsystem zu aktivieren und so den Organismus später vor der durch den Erreger verursachten Krankheit zu schützen. Ist ein solches sogenanntes Antigen identifiziert und sein genetischer Bauplan (die DNA = Desoxyribonukleinsäure) aufgeklärt, so kann man es mithilfe gentechnischer Methoden gezielt nachbauen und als Impfstoff verwenden.

Hierzu wird die entsprechende DNA in Zellen eingebaut – zum Beispiel in Bakterien oder Hefezellen. Diese Zellen lesen die in der DNA verschlüsselten Informationen und bauen anhand dieser Informationen das Antigen auf. Mit diesem Antigen kann man dann den rekombinanten Impfstoff herstellen.

Da rekombinante Impfstoffe die Erreger nicht mehr als Ganzes enthalten, besteht kein Risiko mehr, dass sie bei den Geimpften die Krankheit auslösen. Außerdem ist diese Impfung nicht nur sicherer, sondern die Herstellung des Impfstoffs auch billiger als die Inaktivierung ganzer Bakterien und Viren, die für die Geimpften und in der Herstellung Restrisiken bergen.

Rekombinante Impfstoffe kommen beispielsweise bei Impfungen gegen folgende Krankheiten beziehungsweise Erreger zum Einsatz: