Impfstoffe im Überblick: Konjugatimpfstoff

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Mai 2014)

Konjugierte Impfstoffe oder Konjugatimpfstoffe (lat. coniunctus = verbunden) sind nicht-zelluläre, rekombinante Impfstoffe, die aus mehreren aneinandergekoppelten Bausteinen bestehen: Bei einem Konjugatimpfstoff ist ein Teil des Krankheitserregers, der die Antikörperbildung auslöst (sog. Antigen, z.B. ein Baustein aus der Zellwand), an ein Eiweiß gebunden. Das Eiweiß dient als eine Art Transportmittel, das eine verstärkte Immunreaktion auslöst.

Der Konjugatimpfstoff ist vor allem für die Immunisierung von Kindern wichtig: Da das Immunsystem von Kindern in den ersten beiden Lebensjahren noch unzureichend entwickelt ist, lösen Impfstoffe, die nur das Antigen des Erregers enthalten, keine wirksame Immunantwort bei einem Kind aus. Bei Erwachsenen dagegen reicht die Impfung mit dem Antigen aus, um das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, da ihr Immunsystem voll entwickelt ist.

Konjugierte Impfstoffe stehen zum Beispiel gegen folgende Krankheitserreger zur Verfügung: