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Impfungen und Impfempfehlung

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (14. September 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Impfungen schützen eine Person vor bestimmten Infektionskrankheiten. Aber nicht nur für den Einzelnen, auch für die Allgemeinheit sind Impfungen wichtig: Je mehr Menschen sich gegen eine Erkrankung impfen lassen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einzelne Krankheitserreger regional eindämmen und schließlich auch weltweit ausrotten kann.

Ein bestimmter Erreger kann nur erfolgreich bekämpft werden, wenn sich genug Personen dagegen impfen lassen – die sogenannte Impfquote muss hoch genug sein.

Sobald ausreichend viele Menschen geimpft sind, reißt eine Infektionskette ab und die Krankheit kann sich nicht weiter ausbreiten. Überträgt sich eine Infektionskrankheit nur zwischen Menschen, kann sie durch Impfungen sogar nahezu ausgerottet werden, wie das bei den Pocken bereits der Fall ist.

Mehr als jeder dritte Mensch hat sich bereits einmal mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Durch ausreichend Impfungen wäre es jedoch möglich, das Virus auszulöschen. Dasselbe gilt für Erkrankungen wie Masern und Kinderlähmung (Polio).

Durch Impfungen schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch nicht-geimpfte Menschen, da sich ein Erreger nicht mehr so leicht verbreiten kann.

Was bewirkt eine Impfung im Körper? Erfahren Sie im Video, wie das Immunsystem auf einen Impfstoff reagiert und warum Impfungen wichtig sind!

Impfungen sind in Deutschland keine Pflicht mehr, wie dies früher zum Beispiel bei der Pockenschutzimpfung der Fall war. Jedoch geben die obersten Gesundheitsbehörden der Bundesländer Impfempfehlungen heraus. Nimmt eine Person nachweislich durch Impfungen Schaden, muss der Staat dementsprechend dafür haften.

Eine entscheidende Rolle bei den Impfempfehlungen hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin inne. Sie überarbeitet die Impfempfehlungen regelmäßig und veröffentlicht sie; alle Bundesländer stützen sich bei ihren Empfehlungen darauf. So kann man der Bevölkerung den bestmöglichen Schutz vor Infektionskrankheiten wie etwa Masern, Keuchhusten oder Grippe (Influenza) bieten.


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