Impfungen und Impfempfehlung: Standardimpfungen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (14. September 2015)

Standardimpfungen sind Impfungen, die jeder durchführen lassen sollte – denn vor bestimmten Infektionskrankheiten sollten Sie sich permanent schützen.

Viele der Standardimpfungen verhindern sogenannte Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Keuchhusten (Pertussis). Trotz des harmlosen Begriffs "Kinderkrankheiten" stellen gerade diese Beschwerdebilder zum Teil recht aggressive Infektionskrankheiten dar, die manchmal zu erheblichen und bleibenden Schäden führen.

Umso wichtiger ist es, sich an die empfohlenen Standardimpfungen zu halten und den Impfschutz rechtzeitig aufzufrischen.

Ein Junge bekommt eine Spritze in den Oberarm. © Jupiterimages/Hemera

Kleiner Pieks mit großer Wirkung: Impfungen schützen vor vielen Erkrankungen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es sich zum Ziel gesetzt, durch weltweite Impfprogramme bestimmte Infektionskrankheiten auszurotten oder stark zu reduzieren. Die Standardimpfungen sollen dabei helfen, dieses Ziel zu erfüllen.

Es wird empfohlen, Standardimpfungen gegen folgende Erkrankungen beziehungsweise Erreger durchführen zu lassen:

Darüber hinaus sollten Frauen vor dem ersten Sexualkontakt (in der Regel Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren) gegen das Humane Papillom-Virus geimpft werden, um sich vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Diese Standardimpfung ist auch bei bereits aktiven Frauen zu empfehlen, jedoch sinkt der Impfschutz mit steigender Partneranzahl.

Viele Standardimpfungen werden kombiniert, um die Zahl der Injektionen möglichst gering zu halten. Eine Impfung bietet einen sehr hohen Schutz vor einer Infektionskrankheit. Unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten, kommen in der Regel aber eher selten vor.

Welche Standardimpfungen in welchem Alter vorgenommen werden sollten beziehungsweise wie oft eine Impfung aufgefrischt werden sollte, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut.