HPV-Impfung (Gebärmutterhalskrebs-Impfung): Nebenwirkungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. September 2014)

Der HPV-Impfstoff zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs gilt als sehr gut verträglich. Er besteht aus leeren Virushüllen des humanen Papillomvirus (HPV), die kein Erbmaterial des Virus enthalten. Der Impfstoff ist nicht infektiös und kann keine HPV-bedingte Erkrankung auslösen. Das körpereigene Abwehrsystem bildet nach der Impfung Antikörper gegen die Virushüllen, um immun zu werden.

Bei einer HPV-Impfung können Nebenwirkungen an der Einstichstelle entstehen, so zum Beispiel Hautreaktionen wie Rötung, Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und Juckreiz. Bei Menschen, die unter Blutgerinnungsstörungen leiden, kann der Einstich etwas länger bluten. Zudem können nach der HPV-Impfung Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Schwindel und Ohnmacht wurden in Einzelfällen beobachtet, ebenso wie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen.

Eine allergische Reaktion auf den HPV-Impfstoff kann sich durch Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) und Atembeschwerden äußern.

Die Sicherheit von Impfstoffen wird in unterschiedlichen Ländern durch verschiedene Systeme überwacht: in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut, an das Ärzte über die Gesundheitsämter Vorfälle melden, in den USA können Fachleute und Laien ihre Meldungen an das sogenannte Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) weitergeben.

Die Sicherheit, Verträglichkeit und langfristige Wirksamkeit der HPV-Impfstoffe wurde und wird seit der Markteinführung im Rahmen groß angelegter Beobachtungen (Surveillance) überprüft. Dies ist besonders wichtig, um den geimpften Personen sowie allen nachfolgenden Personen das höchste Maß an Sicherheit bieten zu können und frühzeitig eingreifen zu können, falls die Daten Auffälliges ergeben.